Überschallschnelle F-104 Jets werden zu luftgestützten Startplattformen für den Weltraum
Starfighters Space entwickelt ein System, das F-104-Kampfflugzeuge mit Mach-2-Fähigkeit als wiederverwendbare luftgestützte Startplattformen nutzt. Das Unternehmen zielt darauf ab, kostengünstige Lieferdienste für kleine Satelliten anzubieten.

Das in Cape Canaveral, Florida, ansässige Unternehmen Starfighters Space entwickelt ein Luftstartsystem, das die F-104 Starfighter-Kampfflugzeuge nutzt, welche Geschwindigkeiten von bis zu Mach 2 erreichen können. Diese Flugzeuge sollen als luftgestützte Startplattformen fungieren, die Nutzlasten und kleinere Raketen in große Höhen transportieren, bevor sie für ihre weitere Reise ins All freigegeben werden.
CEO Tim Franta vergleicht den Ansatz des Unternehmens mit „Uber Eats für den Weltraum“ und betont die Konzentration auf die effiziente und kostengünstige Zustellung kleiner Nutzlasten. „Betrachten Sie uns nicht einmal als Uber, sondern als Uber Eats. Wir liefern etwas sehr Kleines an einen bestimmten Ort und versuchen, dies kostengünstig zu tun“, erklärte Franta kürzlich in einem Interview.
Die Luftstartstrategie zielt darauf ab, Raketen einen Vorsprung zu verschaffen, indem sie in großen Höhen freigegeben werden. Dies kann die Belastungen durch den Flug durch die dichteren Schichten der Atmosphäre potenziell reduzieren. Starfighters operiert vom Kennedy Space Center der NASA aus und nutzt dieselbe Landebahn, die zuvor für die Space-Shuttle-Missionen verwendet wurde.
Das Unternehmen zielt auf den wachsenden Markt für den Start von Kleinsatelliten ab, dessen Wert bis 2030 voraussichtlich 69 Milliarden US-Dollar übersteigen wird. Starfighters plant in Kürze einen Falltest durchzuführen, mit dem Endziel, Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Das Unternehmen präsentiert seinen Service als eine reaktionsschnelle und kostengünstigere Alternative zu herkömmlichen bodengestützten Raketenstarts.