Superwurm-Larven als Alternative zur Skelettpräparation
Forschung schlägt vor, dass Superwurm-Larven (Zophobas morio) Skelettpräparate reinigen können. Sie stellen eine sicherere Alternative zu Dermestiden dar und bergen geringeres Befallsrisiko.

Wissenschaftler untersuchen die Eignung von Superwurm-Larven (Zophobas morio) zur sicheren und praktischen Reinigung von Skelettpräparaten für Museen und forensische Zwecke. Die Methode zielt darauf ab, eine gründliche Gewebeentfernung mit dem Schutz der Knochensubstanz zu vereinen.
Bestehende Methoden zur Skelettreinigung, wie Vergraben, enzymatische Verdauung oder chemische Behandlungen, weisen oft Nachteile auf. Dazu gehören Knochenschäden, lange Bearbeitungszeiten, hohe Kosten oder der Einsatz umweltschädlicher Substanzen. Dermestidenkäfer gelten als bevorzugte Methode, da sie Weichgewebe effizient entfernen, ohne die Knochen zu beschädigen. Allerdings können unbeaufsichtigte Käferkolonien ausbrechen und Sammlungen befallen, was ein erhebliches Risiko darstellt.
Fatemeh Rastekar von der Ferdowsi University of Mashhad im Iran und ihre Kollegen untersuchten Superwurm-Larven als Alternative. Die Larvenreinigung konzentriert sich auf das Larvenstadium, das 10–12 Wochen dauert, verglichen mit den 5–7 Wochen bei Käfern. Zudem verpuppen sich die Larven nicht untergedrängt, was die Kolonienverwaltung vereinfacht und das Ausbruchsrisiko reduziert.*
Die Studie prüft, ob Superwurm-Larven die Reinigungseffizienz von Dermestiden erreichen können und gleichzeitig die Risiken von Käferbefall minimieren. Dies könnte Museen eine handhabbarere und sicherere Option für die Präparateaufbereitung bieten.