Umfrage: 8 von 10 Unternehmen optimistisch bezüglich Exporten 2024
Eine globale Umfrage von Allianz Trade zeigt, dass 82 % der Unternehmen für 2024 mit einem Anstieg des Exportumsatzes rechnen, trotz früherer Rezessionen und geopolitischer Risiken.

Die neueste globale Umfrage von Allianz Trade, an der über 3.000 Exporteure aus acht Ländern teilnahmen, offenbart einen deutlichen Optimismus für das Exportgeschehen im Jahr 2024. Trotz einer herausfordernden Phase, die von Pandemieauswirkungen und geopolitischen Spannungen geprägt war, erwartet eine deutliche Mehrheit von 82 Prozent ein Wachstum ihres Exportumsatzes.
Dieser Optimismus wird jedoch durch das Bewusstsein für bestehende Risiken gemildert. Das Risiko von Nichtzahlung bleibt ein Hauptanliegen, wobei 40 Prozent der Befragten mit einem Anstieg im Jahr 2024 rechnen. Gleichzeitig erwarten 42 Prozent längere Zahlungsziele für Exporte, was die Cashflows der Unternehmen belasten könnte. Diese Faktoren stehen im Einklang mit Prognosen für einen globalen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen um 9 % in diesem Jahr.
Geopolitische Bedenken beeinflussen auch die Lieferkettenstrategien. Über die Hälfte der befragten Unternehmen (53 %) erwägt aufgrund erhöhter geopolitischer Risiken eine Verlagerung von Teilen ihrer Lieferketten. Zu den Abhilfemaßnahmen gehören die Verbesserung des Lieferkettenrisikomanagements, die verstärkte ESG-Due-Diligence bei Lieferanten und der Abschluss von Lieferkettenversicherungen.
Trotz der positiven Geschäftsaussichten sind die Prognosen von Allianz Trade selbst zurückhaltender. Das Unternehmen prognostiziert für 2024 ein nominales Wachstum des Welthandels um 2,8 %, nach einem Rückgang im Jahr 2023. Dieser Wert liegt deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt und spiegelt potenzielle Störungen im globalen Schiffsverkehr sowie den zunehmenden Protektionismus wider.