Umfrage: Vorstandskommunikation erhöhten Cybersicherheitsrisiken ausgesetzt
Eine Umfrage von Thomson Reuters zeigt, dass Vorstände wachsenden Cybersicherheitsrisiken ausgesetzt sind, da unsichere Kommunikationswege und mangelnde Verschlüsselung genutzt werden und Geräteverlust zunimmt.

London/New York – Unternehmensvorstände sehen sich wachsenden Cybersicherheitsrisiken ausgesetzt, wie eine Umfrage von Thomson Reuters aus dem Jahr 2014 zur Corporate Governance ergab. Trotz einer leichten Abnahme der jährlich produzierten Vorstandsinformationen nutzen viele Vorstände weiterhin unsichere Kommunikationsmittel und verfügen nur über minimale Vorkehrungen gegen Sicherheitsverletzungen. Jede zehnte Organisation berichtete, dass im Jahr 2014 das Computing-Gerät eines Vorstandsmitglieds gestohlen wurde oder verloren ging.
Die Umfrage unter mehr als 200 Unternehmens- und Hauptgeschäftsführern aus verschiedenen Branchen weltweit ergab, dass über die Hälfte der Organisationen Situationen erlebte, in denen Vorstandsmitglieder vertrauliche Dokumente an öffentlichen Orten hinterließen oder von solchen Vorfällen Kenntnis hatten. Während 67 % der Vorstände sehr besorgt über Cybersicherheitsrisiken sind, geben nur 44 % an, aktiv Entscheidungen zu diesem Thema zu treffen.
Die Verschlüsselung der Vorstandskommunikation bleibt eine Schwachstelle: 60 % der Organisationen verschlüsseln solche Informationen nur gelegentlich oder gar nicht, nur ein Viertel tut dies stets. Darüber hinaus drucken und transportieren mehr als die Hälfte (56 %) der Vorstandsmitglieder weiterhin Dokumente, und 51 % der Organisationen nutzen kein sicheres, speziell dafür entwickeltes Board-Portal.
Phil Cotter, Geschäftsführer für Risikomanagement bei Thomson Reuters, äußerte Besorgnis über die mangelnden Schutzmaßnahmen für Vorstandsinformationen im digitalen Zeitalter. Er kritisierte, dass Vorstandsinformationen zu Cybersicherheit am seltensten nachgefragt werden, was Unsicherheiten hinsichtlich der effektiven Überwachung des Sicherheitsmanagements schaffe, insbesondere wenn die Vorstände nicht auf dem Laufenden bleiben.