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Professionelle Dienstleistungen

Studie: Erreichbarkeit nach Feierabend hat kaum Einfluss auf die Karriere

Eine Untersuchung von Software Finder zeigt, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer Druck verspürt, ständig erreichbar zu sein, obwohl dies kaum berufliche Vorteile bringt.

2. November 2026
Studie: Erreichbarkeit nach Feierabend hat kaum Einfluss auf die Karriere

Laut einer Umfrage unter 1.006 amerikanischen Arbeitnehmern von Software Finder fühlen sich 71 Prozent der Befragten dazu verpflichtet, auch außerhalb der regulären Arbeitszeiten für berufliche Anfragen erreichbar zu sein. Während die Generation Z hier ein geringeres Anpassungsbedürfnis zeigt, berichten 72 Prozent der Millennials und der Generation X von diesem anhaltenden Erwartungsdruck.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine Diskrepanz zwischen wahrgenommenem Druck und tatsächlichem Nutzen. Nur 8 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre ständige Verfügbarkeit zu einer Beförderung geführt habe, während 69 Prozent feststellten, dass ihre Erreichbarkeit nach Feierabend keinen nennenswerten Einfluss auf ihre berufliche Laufbahn hatte.

Das Phänomen der "performativen Erreichbarkeit" führt dazu, dass Anwesenheit und schnelle Reaktionszeiten oft fälschlicherweise mit Leistungsbereitschaft gleichgesetzt werden. Da viele Führungskräfte aus älteren Generationen selbst in einer Kultur aufgewachsen sind, in der diese ständige Verfügbarkeit als Loyalitätsbeweis galt, geben sie diese Verhaltensmuster oft unbewusst an jüngere Mitarbeiter weiter.

Die Studie verdeutlicht, dass die vermeintlichen Vorteile durch ständige Erreichbarkeit ungleich verteilt sind. Für Organisationen ergibt sich daraus die Notwendigkeit, zwischen echtem Engagement und rein performativen Verhaltensweisen zu unterscheiden, um die berufliche Kultur nachhaltiger zu gestalten.

Originalquelle: fastcompany.com