Suzhou streicht Wartezeiten bei Rotlicht aus Lieferzeiten für Kuriere
Suzhou hat ein landesweit erstes System eingeführt, das genehmigte Wartezeiten bei Rotlicht automatisch aus den Lieferzeiten für Kuriere entfernt. Ziel ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die Reduzierung des Drucks auf die Fahrer.

Die Verkehrsbehörden von Suzhou haben eine landesweit wegweisende Politik zur Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Arbeitsbedingungen für Lieferkuriere eingeführt. Das neue System, Teil der Initiative „Warm Newcomer Action“, schließt die Zeit, die mit dem legalen Warten bei Rotlicht verbracht wird, von den offiziellen Lieferzeitberechnungen für Kuriere aus. Diese Änderung soll den Konflikt beheben, mit dem Kuriere konfrontiert sind, wenn sie zwischen der Einhaltung von Verkehrsregeln und der Erfüllung knapper Liefertermine abwägen müssen, was oft zu gefährlichem Fahrverhalten führt.
Zuvor berechneten Lieferplattformen die Zeit ausschließlich anhand der Fahrstrecke und der Dauer, ohne die Zeit zu berücksichtigen, die Kuriere beim Warten an Ampeln verbrachten. Dies schuf eine Situation, in der sich Kuriere gezwungen sahen, Verkehrsregeln zu brechen, wie z. B. rote Ampeln zu überfahren oder zu schnell zu fahren, um nicht zu spät zu kommen. Suzhois neuer Ansatz integriert Daten, um konforme Wartezeiten automatisch zu identifizieren und abzuziehen, wodurch die zulässige Lieferzeit verlängert wird. Das Prinzip lautet: „Die Einhaltung des Gesetzes führt nicht zu Verzögerungen, und das Warten zählt nicht als Verlust.“
Die Initiative umfasst auch Maßnahmen zum Schutz des Wohlbefindens der Kuriere. Durch integrierte Datenbanksysteme werden die Verkehrsbehörden obligatorische Pausen nach vier aufeinanderfolgenden Arbeitsstunden durchsetzen und Kuriere nach 12 aufeinanderfolgenden Stunden abmelden. Dies soll die Belastung für die Kuriere verringern und die Häufigkeit von Regelverstößen aufgrund von Lieferdruck reduzieren. Mehrere Sofortlieferplattformen, darunter Meituan, haben sich der „Leuchtturm-Allianz“ angeschlossen, um diese Sicherheitsinitiativen zu unterstützen.
Ein einheitliches Sicherheitspunktesystem wird ebenfalls innerhalb der Allianz implementiert. Die Sicherheitspunkte der Kuriere können basierend auf Verkehrsverstößen oder sicherem Fahrverhalten angepasst werden. Gesammelte Punkte können gegen verschiedene Vorteile eingelöst werden, wie z. B. Bargeldbelohnungen, Guthaben für Telefonanrufe, Essensrabatte und sogar Wohnungsbeihilfen, was sicherere Abläufe im Liefersektor anreizt.