Schweden schlägt ambitioniertes Emissionsreduktionsziel für Flugkraftstoff vor
Schweden hat die Einführung einer Verpflichtung zur Reduzierung von Treibhausgasen für im Inland verkauften Flugkraftstoff vorgeschlagen. Das Ziel ist eine signifikante Senkung der Flugemissionen bis 2030.

Schweden hat einen Vorschlag zur deutlichen Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Luftverkehr vorgelegt. Der Plan sieht die Einführung einer Quote für einen wachsenden Anteil emissionsarmer Kraftstoffe in Flugkraftstoffen vor, die im Land verkauft werden. Die Quote würde 2021 bei 0,8 % beginnen und bis 2030 schrittweise auf 27 % ansteigen.
Diese vorgeschlagenen Reduktionsniveaus entsprechen schätzungsweise 1 % der Nutzung von nachhaltigem Flugkraftstoff (SAF) im Jahr 2021, was rund 11.000 Tonnen entspricht. Bis 2030 beträgt das Ziel für SAF 30 %, was etwa 340.000 Tonnen entspricht.
Neste Corporation, ein Hersteller von erneuerbaren Kraftstoffen aus Abfällen und Rückständen, erklärte, dass solche Initiativen die Nachfragesicherheit schaffen, die zur Rechtfertigung von Investitionen in erhöhte Produktionskapazitäten erforderlich ist. CEO Peter Vanacker kommentierte, dass Schweden durch die Verwendung von erneuerbarem Kerosin eine hohe Messlatte für die Reduzierung von Flugemissionen gesetzt hat.
Die globale Luftfahrtindustrie hat ihre eigenen ehrgeizigen Ziele gesetzt, einschließlich des Erreichens von kohlenstoffneutralem Wachstum ab 2020 und einer Reduzierung der Netto-Flugverkehrsemissionen um 50 % bis 2050. Nachhaltiger Flugkraftstoff gilt derzeit als die einzig praktikable Alternative zu fossilen flüssigen Kraftstoffen für den Antrieb von Flugzeugen.