Schweden verschärft ab Juli 2026 Anforderungen an Ladeinfrastruktur
Ab dem 1. Juli 2026 treten in Schweden Änderungen im Planungs- und Baurecht (PBL) in Kraft, die die Anforderungen an Ladeinfrastruktur um "nachhaltige Mobilität" erweitern. Dies führt zu strengeren Vorschriften für Ladepunkte bei Neubauten und größeren Umbauten.

Ab dem 1. Juli 2026 gelten in Schweden neue Vorschriften für die Ladeinfrastruktur von Elektrofahrzeugen. Die Änderungen des Planungs- und Baurechts (PBL) erweitern die bestehenden Anforderungen von "Laden von Elektrofahrzeugen" auf "nachhaltige Mobilität". Dies hat strengere Auflagen für Immobilieneigentümer bei Neubauten und größeren Renovierungsprojekten zur Folge.
Die Umsetzung der EU-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden (EPBD) hat sich in Schweden leicht verzögert. Die nationalen Regelungen hierzu werden für Herbst 2026 erwartet. Das Schwedische Nationale Amt für Wohnungsbau und Planung (Boverket) wird detaillierte Vorschriften veröffentlichen, die die Anzahl der Ladepunkte, die erforderliche Verkabelung und die technische Funktionalität festlegen.
Bereits seit dem 1. Januar 2025 müssen bestehende Nicht-Wohngebäude mit mehr als 20 Parkplätzen mindestens einen Ladepunkt installiert haben. Die zukünftigen Vorschriften dürften eine höhere Dichte vorsehen: für Bürogebäude mit über 20 Parkplätzen mindestens ein Ladepunkt pro zwei Stellplätze, zuzüglich Verkabelung für alle Stellplätze. Für andere Nicht-Wohngebäude gilt ein Ladepunkt pro fünf Stellplätze und eine Verkabelung für 50% der Stellplätze in Bestandsgebäuden.
Darüber hinaus wird intelligentes Laden (Smart Charging) zu einer technischen Anforderung. Dies umfasst die Unterstützung der OCPP-Kommunikation, Interoperabilität zwischen Systemen und die Bereitschaft für Vehicle-to-Grid (V2G)-Technologie. Die Ladeinfrastruktur muss vernetzt, steuerbar und in das Energiesystem des Gebäudes integriert sein, um die zukünftigen Standards zu erfüllen. GARO gibt an, dass seine Ladelösungen bereits entwickelt wurden, um diese erwarteten zukünftigen Anforderungen zu erfüllen.