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Technologie

Schwedisches Gericht verurteilt Google zu 1,5 Milliarden Dollar Schadensersatz

Ein schwedisches Gericht hat Google zur Zahlung von rund 1,5 Milliarden US-Dollar plus Zinsen an PriceRunner verurteilt. Die Entscheidung begründet sich damit, dass Google jahrelang rechtswidrig seine eigene Preisvergleichsfunktion gegenüber Wettbewerbern in den Suchergebnissen bevorzugt hat.

2. Juli 2026
Schwedisches Gericht verurteilt Google zu 1,5 Milliarden Dollar Schadensersatz
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Das Patent- und Markengericht in Stockholm hat Google, die Muttergesellschaft Alphabet, zur Zahlung von 14,3 Milliarden Schwedischen Kronen (etwa 1,5 Milliarden US-Dollar) zuzüglich Zinsen an PriceRunner verurteilt. Laut Gerichtsurteil hat Google über Jahre hinweg seine eigene Preisvergleichsdienstleistung im Vergleich zu Konkurrenten in den Suchergebnissen rechtswidrig bevorzugt.

PriceRunner, das nun zu Klarna gehört, hatte 2022 Klage eingereicht und eine erhebliche Summe als Schadensersatz gefordert. Das Unternehmen argumentierte, dass Googles Praktiken den Traffic und die Gewinne in Schweden, Dänemark und Großbritannien seit 2008 bzw. 2013 gemindert hätten. Das Gericht folgte PriceRunners Argumentation teilweise, sprach jedoch eine deutlich geringere Summe zu.

Der Fall steht im Zusammenhang mit der wettbewerbsrechtlichen Entscheidung der Europäischen Kommission aus dem Jahr 2017 gegen Google Shopping. Damals wurde festgestellt, dass Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht habe, indem es seine eigene Vergleichsfunkktion besser platziert habe. Der Europäische Gerichtshof bestätigte diese Entscheidung 2024, was die Verfolgung von Schadensersatzansprüchen ermöglichte.

Google hat angekündigt, der Entscheidung nicht zuzustimmen und eine Berufung zu prüfen. Das Urteil reiht sich ein in eine wachsende Zahl von kartellrechtlichen Schadensersatzklagen gegen Google in Europa und könnte zukünftige rechtliche Schritte beeinflussen.

Originalquelle: medianama.com