Schwedischer Empfänger im größten Radioteleskop der Welt getestet
Ein von der Chalmers University of Technology entwickelter Empfänger wird am MeerKAT-Radioteleskop in Südafrika getestet. Das Instrument ist ein Prototyp für das zukünftige SKA-Teleskop.

Ein in Schweden von der Chalmers University of Technology in Zusammenarbeit mit der schwedischen Industrie entwickelter und gebauter Empfänger wurde auf einer der 64 Antennen des MeerKAT-Radioteleskops in der südafrikanischen Karoo-Wüste installiert. Dies stellt einen bedeutenden Schritt im Hinblick auf den Bau des größten Radioteleskops der Welt dar, des Square Kilometre Array (SKA).
Der Empfänger ist ein Prototyp für die Massenproduktion. Seine Erprobung bei MeerKAT liefert wertvolle Daten für das laufende SKA-Projekt, eine internationale Zusammenarbeit, die den Bau des empfindlichsten Radioteleskops der Erde an funkstilen Orten in Afrika und Australien zum Ziel hat. Die Designphase des Projekts nähert sich ihrem Ende, und der Bau soll Anfang der 2020er Jahre beginnen.
Der Beitrag von Chalmers zum SKA-Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung fortschrittlicher Empfängertechnologie. Schwedische Empfänger werden zur Messung von Radiowellen von zahlreichen Himmelskörpern eingesetzt. Wissenschaftler erwarten, eine beispiellose Empfindlichkeit zu erreichen, die es ermöglichen könnte, Einsteins Theorien bis an ihre Grenzen zu testen und das Verständnis der Geschichte des Universums durch die Untersuchung entfernter Galaxien zu vertiefen.
"Dies ist ein stolzer Moment für uns, da wir einen ersten Einblick erhalten, wie das größte Radioteleskop der Welt aussehen wird. Wir entwickeln die beste Empfängertechnologie der Welt und hoffen, dass unser Beitrag zum Teleskop es der Menschheit ermöglichen wird, Dinge zu sehen, die wir noch nie zuvor gesehen haben", sagte Miroslav Pantaleev, Projektmanager für SKA am Onsala Space Observatory.
Der Reise des Empfängers ging eine intensive Zusammenarbeit zwischen Forschern und Ingenieuren des Onsala Space Observatory und Industriepartnern voraus. Das Instrument durchlief strenge Umwelttests in Schweden, einschließlich Vibrationstests im Saab Bofors Test Centre in Karlskoga. Die wissenschaftliche Gemeinschaft erwartet bedeutende Entdeckungen, die das SKA-Teleskop ermöglichen wird, wie die Identifizierung neuer Pulsare und die detaillierte Erforschung der Galaxienbildung.