Schweizer Bürger vergruben Unterwäsche zur Bodengesundheitsstudie
Tausend Schweizer Bürger nahmen an einem Citizen-Science-Projekt teil, bei dem sie ihre Baumwollunterwäsche zwei Monate lang vergruben. Die Ergebnisse kartieren die Bodengesundheit und ihre Bedeutung für die Landwirtschaft.

Tausend Schweizer Bürger beteiligten sich an einem einzigartigen wissenschaftlichen Experiment, indem sie ihre Baumwollunterwäsche für zwei Monate im Boden vergruben. Das Projekt zielte darauf ab, nicht die Unterwäsche vor Dieben zu schützen, sondern die Bodengesundheit und die Zersetzungsraten in der gesamten Schweiz zu untersuchen.
Die Studienergebnisse, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Plants People Planet, zeigen, wie Bodenmanagementpraktiken sowohl das Bodenleben als auch die Bodenqualität signifikant beeinflussen. Laut dem Agroökonomen Marcel van der Heijden von der Universität Zürich ist ein gesunder, biologisch aktiver Boden entscheidend für Fruchtbarkeit, Nährstoffkreislauf und Ökosystemdienstleistungen.
Die Bodengesundheit ist für die Landwirtschaft und damit für die Ernährungssicherheit von entscheidender Bedeutung. Die weltweit abnehmende Bodengesundheit gibt Anlass zur Sorge, und Experimente wie dieses liefern wertvolle Einblicke in die Zersetzungsraten, ein Schlüsselindikator für die Fähigkeit des Bodens, organisches Material zu verarbeiten.
Die Citizen-Science-Initiative sammelte Daten aus verschiedenen Landnutzungstypen und lieferte so einen umfassenden Überblick über die Bodenverhältnisse. Diese Forschung unterstreicht die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die biologische Vielfalt des Bodens und seine Rolle im größeren Ökosystem.