Taco Bell im Fokus: Ermittlungen wegen Cyclospora-Ausbruch
Gesundheitsbehörden untersuchen, ob Taco Bell-Restaurants eine Rolle bei einem aus mehreren Bundesstaaten bekannten Cyclospora-Ausbruch gespielt haben. Die Kette hat mehrere frische Produkte vom Menü genommen.

US-amerikanische Gesundheitsbehörden untersuchen derzeit, ob Taco Bell-Restaurants eine Rolle bei einem zunehmenden Ausbruch von Cyclosporiasis, einer durch einen Parasiten verursachten Magen-Darm-Erkrankung, spielen könnten. Der Ausbruch hat mehrere Bundesstaaten betroffen und wird mit kontaminierten Frischprodukten in Verbindung gebracht.
Hinweise, die letzte Woche in einigen Taco Bell-Filialen im ganzen Land angebracht wurden, informierten Kunden darüber, dass die Kette "derzeit aufgrund eines landesweiten Rückrufs keine Salatblätter, Koriander, Zwiebeln, Pico de Gallo und Guacamole verkaufen kann". Die Behörden vermuten, dass diese Produkte Kontaminationsquellen gewesen sein könnten.
Cyclospora ist ein Parasit, der in Wasser gedeiht und historisch mit kontaminierten Wasserquellen in Verbindung gebracht wurde. In den letzten Jahren wurde jedoch zunehmend festgestellt, dass er auch Lebensmittel verunreinigt. "Die meisten Leute denken, dass eine solche Kontamination wegen einer schmutzigen Oberfläche oder fragwürdiger Praktiken in einem Restaurant geschieht, aber Cyclospora folgt dieser Regel nicht", erklärt Jason Reese, ein Anwalt, der auf lebensmittelbedingte Krankheiten spezialisiert ist. Dies deutet darauf hin, dass die Kontamination früher in der Lieferkette, beispielsweise während des Anbaus oder der Verarbeitung, ihren Ursprung haben könnte.
Taco Bell hat sich zu den Einzelheiten der laufenden Untersuchung nicht geäußert. Die proaktive Entfernung bestimmter Produkte aus dem Sortiment deutet jedoch auf die Ernsthaftigkeit der Situation hin. Obwohl Cyclosporiasis keine neue Krankheit ist, weckt die mögliche Verbindung zu einer großen Fast-Food-Kette erhebliche Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der Lebensmittelsicherheit.