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Einzelhandel

Tankstellen in Tamil Nadu drohen mit UPI-Boykott wegen Kontosperrungen bei Cyberkriminalitätsermittlungen

Betreiber von Tankstellen in Tamil Nadu erwägen die Einstellung von UPI- und anderen digitalen Zahlungen, da ihre Bankkonten im Rahmen von Cyberkriminalitätsermittlungen eingefroren werden.

12. August 2026
Tankstellen in Tamil Nadu drohen mit UPI-Boykott wegen Kontosperrungen bei Cyberkriminalitätsermittlungen
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Betreiber von Tankstellen im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu haben damit gedroht, die Annahme von UPI und anderen digitalen Zahlungen landesweit einzustellen. Der Grund ist die Sperrung ihrer Bankkonten, die nach Angaben der Händler fälschlicherweise als sogenannte „Mule-Konten“ im Rahmen von Cyberkriminalitätsermittlungen eingestuft werden.

Die Tamil Nadu Petroleum Dealers Association (TNPDA), die rund 5.000 Tankstellen vertritt, teilte mit, dass täglich Hunderte von digitalen Transaktionen abgewickelt werden und diese mittlerweile mehr als die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Die Vereinigung hat sich an den Ministerpräsidenten gewandt, um eine Lösung zu finden, da Banken auf Anweisung von Cyberkriminalitätsbehörden Konten einfrieren.

Die Händler beschreiben die Maßnahmen als „unverhältnismäßig“ und berichten von Fällen, in denen Tankstellenbesitzer ohne genaue Angaben zu den untersuchten Transaktionen zur Befragung festgehalten wurden. Diese Situation ähnelt früheren Vorfällen in Maharashtra, wo Tankstellen ebenfalls mit der Einstellung digitaler Zahlungen drohten.

Die Behörden setzen inzwischen KI-gestützte Werkzeuge wie MuleHunter.AI ein, um verdächtige Konten zu identifizieren. Die Tankstellenbetreiber sind jedoch der Meinung, dass diese Systeme zu empfindlich reagieren und zu Fehlern führen, was ihren legitimen Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtigt und zu ungerechtfertigten Härten führt.

Originalquelle: medianama.com