Tampellas Testgelände in Niinisalo förderte Waffenentwicklung
Anfang der 1960er Jahre richtete der Waffenhersteller Tampella ein Testgelände in Niinisalo ein, um die Waffenentwicklung zu unterstützen. Das Gelände ermöglichte technologische Fortschritte bei gleichzeitiger Beachtung spezifischer Vertragsbedingungen.

Anfang der 1960er Jahre benötigte der finnische Rüstungshersteller Tampella ein neues Testgelände für die Entwicklung von Waffen und Munition. Frühere Testschüsse waren auf dem Näsijärvi durchgeführt worden, was für die Neuentwicklung von Produkten nicht mehr geeignet war.
Das Unternehmen verhandelte mit dem Verteidigungsministerium und erhielt im Dezember 1963 gegen Gebühr die Erlaubnis, das Artillerie-Schießgelände der finnischen Streitkräfte in Niinisalo und Katajaluoto zu nutzen. Die Vereinbarung erlaubte Tampella, eigene Geräte und Personal für Testschüsse einzusetzen. Messgeräte, die technologisch dem damaligen finnischen Spitzenstandard entsprachen, wurden ebenfalls auf dem Gelände installiert.
Mit zunehmender operativer Tätigkeit beantragte Tampella die Genehmigung zum Bau eines permanenten Direktbeschussgeländes für Mörser westlich des Hauptschussbereichs von Niinisalo. Die Genehmigung wurde im Oktober 1967 erteilt. Der 20-jährige Vertrag enthielt eine Klausel, die es dem Verteidigungsministerium erlaubte, ihn mit sofortiger Wirkung zu kündigen, wobei die von Tampella errichteten Anlagen ohne Entschädigung in den Staatsbesitz übergehen sollten.
Das Testgelände wurde mehrere Jahre lang intensiv genutzt, insbesondere zur Erprobung der internen und externen Ballistik von Mörsergranaten. Zwischen 1966 und 1970 wurden über 1.300 Schuss mit 60 mm, 81 mm, 120 mm und 160 mm Mörsern abgefeuert. Ein neu entwickeltes Rillensystem verbesserte die Zielgenauigkeit der Geschosse erheblich und wurde Ende der 1960er Jahre in Deutschland und Finnland patentiert.