📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

Tech-Plattformen kämpfen mit Moderation nach verstörendem Livestream

Große Social-Media-Plattformen stehen erneut in der Kritik wegen Mängeln bei der Inhaltsmoderation, nachdem ein verstörender Livestream von Perez Hilton, der mutmaßliche Selbstverletzung zeigte, vor der Entfernung weit verbreitet war.

5. August 2026
Tech-Plattformen kämpfen mit Moderation nach verstörendem Livestream

Große Social-Media-Plattformen stehen erneut wegen ihrer mangelhaften Inhaltsmoderationsverfahren unter Beobachtung, nachdem ein verstörender Livestream des Promi-Bloggers Perez Hilton, der mutmaßliche Selbstverletzung zeigte, vor der Entfernung weite Verbreitung fand.

Der Livestream erschien zunächst auf TikTok und war mehrere Minuten online, bevor er entfernt wurde. Nutzer in den Kommentaren flehten Hilton an aufzuhören, boten Hilfe an und gaben an, die Behörden zu kontaktieren. Ein TikTok-Sprecher erklärte, dass ein automatisiertes System den Inhalt markiert habe, ein "Moderationsfehler" jedoch zu einer Verzögerung bei der Entfernung führte.

TikTok bestätigte, dass sie die Strafverfolgungsbehörden alarmiert und anschließend weitere Streams blockiert und das Konto gesperrt hätten. Trotzdem verbreiteten sich Clips und Bildschirmaufnahmen des verstörenden Videos schnell auf anderen sozialen Netzwerken.

Der Vorfall hat Bedenken hinsichtlich der schnellen Verbreitung von gewalttätigen Inhalten geweckt. Experten betrachten diese Ereignisse als symptomatisch für mangelhafte Aufsicht durch große Technologieunternehmen. Katie Paul vom Tech Transparency Project (TTP) wies darauf hin, dass Plattformen ihre Investitionen in Moderations- und Sicherheitsteams reduziert haben, was zu einer Zunahme verstörender Inhalte im Internet geführt hat.

Hiltons Familie veröffentlichte später eine Erklärung, in der sie bestätigte, dass er medizinisch behandelt wird. Nutzer sozialer Medien warnen sich nun gegenseitig vor der verstörenden und grafischen Natur des Videos.

Originalquelle: fastcompany.com