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Verbraucher

Jugendliche und Social Media: Elternfragen und gemeinsame Experimente entscheidend

Medienkompetenzexperte Florian Buschmann betont die Rolle der Eltern bei der Begleitung von Jugendlichen in sozialen Medien und empfiehlt Dialog und gemeinsame Versuche statt strenger Verbote.

26. Juni 2026
Jugendliche und Social Media: Elternfragen und gemeinsame Experimente entscheidend

Medienkompetenzexperte Florian Buschmann rät Eltern, die Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche mit mehr Fragen und weniger Belehrungen anzugehen. Er schlägt als Gesprächseinstieg Fragen vor wie: "Was stört dich selbst eigentlich an Social Media?" und "Wann merkst du, dass es dir guttut, und wann kippt das Ganze?"

Laut Buschmann sind familieneigene Regeln wichtiger als externe Vorgaben. Er ermutigt Eltern zu einem offenen Dialog mit Jugendlichen, um deren Perspektiven zu verstehen und Unterstützung anzubieten, anstatt absolute Verbote auszusprechen. Das eigene Verhalten der Eltern in den sozialen Medien diene dabei als Vorbild.

Gemeinsame, kleinteilige Experimente, wie das Abschalten von Push-Benachrichtigungen für eine Woche, können Spannungen reduzieren und eine entspanntere Haltung fördern. Direkte Verbote können ein schwer zu füllendes Vakuum schaffen; langfristige Veränderung sei effektiver.

Buschmann weist zudem darauf hin, dass die Diskussion oft nur auf Jugendliche fokussiert, obwohl auch Erwachsene viel Zeit mit Medien verbringen. Wenn die Mediennutzung abnimmt, benötigen Jugendliche möglicherweise Unterstützung bei der Freizeitgestaltung. Das Anbieten von "Dopamin-Alternativen", also angenehmen und belohnenden Aktivitäten, kann helfen, das digitale und reale Leben auszubalancieren.

Originalquelle: rnz.de