Temu verdreifacht Markenschutz bei proaktiver IP-Durchsetzung
Die E-Commerce-Plattform Temu hat die Anzahl der unter proaktiver Überwachung stehenden Marken auf über 15.000 verdreifacht. Das Verhältnis von proaktiven zu reaktiven Entfernungen potenziell rechtsverletzender Angebote stieg auf 331:1.

Die E-Commerce-Plattform Temu hat ihre Schutzmaßnahmen für geistiges Eigentum (IP) im vergangenen Jahr erheblich erweitert und die Anzahl der proaktiv überwachten Marken auf über 15.000 verdreifacht. Laut ihrem IP-Schutzbericht 2026 stieg das Verhältnis von proaktiven Entfernungen potenziell rechtsverletzender Angebote zu reaktiven Beanstandungen auf 331:1, verglichen mit etwa 200:1 im Vorjahr.
Der Bericht, der den Zeitraum Juni 2025 bis Mai 2026 abdeckt, beschreibt die Durchsetzung von Temus Plattformregeln in Bezug auf IP-Rechte und die erzielten Ergebnisse. Die Überwachungsdatenbank des Unternehmens umfasst nun über 15.000 Marken, ein deutlicher Anstieg von über 5.000 im Vorjahr. Zusätzlich speichert die Plattform mehr als 47 Millionen Bilder und 9,5 Millionen Schlüsselwörter, wobei die Bildabdeckung im Jahresverlauf um das Neunfache gestiegen ist.
Temu setzt eine Kombination aus proprietärer Screening-Technologie und menschlichen Fachexperten ein, um rechtsverletzende Angebote proaktiv zu erkennen und zu entfernen. Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Belastung für Rechteinhaber, insbesondere kleinere Unternehmen ohne dedizierte IP-Teams, zu verringern. Das Unternehmen berichtete außerdem, dass die durchschnittliche Lösungszeit für IP-Beschwerden weniger als 24 Stunden beträgt.
Weitere Maßnahmen umfassen eine verstärkte Überprüfung von Verkäufern, wobei über 40% der neuen Bewerber Berichten zufolge während des Onboardings aufgrund fehlgeschlagener Verifizierungsprüfungen abgelehnt wurden. Temu hat im Berichtszeitraum mehr als 16.000 Geschäfte wegen wiederholter IP-Verletzungen geschlossen. Die Plattform implementiert auch Funktionen zur Sensibilisierung von Verbrauchern, die täglich über 80.000 Suchanfragen nach Begriffen im Zusammenhang mit Fälschungen blockieren und Nutzer zu Informationen über deren Risiken weiterleiten.