Tennet stoppt Pläne für Umspannwerk in Pöschendorf
Der Netzbetreiber Tennet gibt die Pläne für den Bau eines Umspannwerks in Pöschendorf nach Anwohnerprotesten auf und weicht auf benachbarte Gemeinden aus.

Der Netzbetreiber Tennet hat seine Pläne für den Bau eines Umspannwerks in Pöschendorf im Kreis Steinburg verworfen. Die Entscheidung ist das Resultat anhaltender Proteste einer Bürgerinitiative, die kritisiert hatte, dass das geplante Bauwerk zu nah an den Wohngebäuden der Ortschaft errichtet werden sollte.
Anstelle von Pöschendorf hat Tennet nun Flächen in den Nachbargemeinden Agethorst und Mehlbek gesichert. Wie Sebastian Rutzen, zuständig für die Bürgerbeteiligung bei dem Projekt, erläuterte, war Pöschendorf aufgrund bereits vorhandener Bestandsflächen zunächst bevorzugt worden. Der notwendige Flächenerwerb erwies sich dort jedoch als schwieriger als in den Nachbargemeinden, die zudem einen größeren Abstand zur Wohnbebauung ermöglichen.
Die Anlagen in Mehlbek und Agethorst sollen gemeinsam das künftige Stromdrehkreuz „Nordhub“ bilden. Während in Mehlbek das Umspannwerk entstehen soll, ist in Agethorst ein Konverter samt Gleichstrom-Schaltanlage geplant. Da das gesamte Projekt eine Fläche von bis zu 50 Hektar beansprucht, war es von Beginn an absehbar, dass der Hub auf mehrere Gemeindegebiete verteilt werden müsste.
Über den aktuellen Planungsstand wird das Unternehmen am 9. April im Rahmen eines Infomarkts in Mehlbek informieren.