Tesla ändert Verhandlungsansatz in der südkoreanischen Lieferkette
Tesla nimmt direkten Kontakt zu Lieferanten der dritten und vierten Ebene in Südkorea auf und weicht damit von traditionellen Praktiken ab. Ziel ist die Kostenkontrolle.
Der Elektroautohersteller Tesla passt offenbar seine Verhandlungsstrategien in der Lieferkette in Südkorea an, wie Digitimes berichtet. Das Unternehmen kommuniziert nicht mehr primär mit Tier-1- und Tier-2-Lieferanten, sondern nimmt direkten Kontakt zu nachgelagerten Zulieferern von Komponenten und Rohstoffen auf.
Branchenkenner vermuten, dass diese Strategie, Zwischenhändler zu umgehen und direkt mit Lieferanten der dritten und vierten Ebene zu verhandeln, darauf abzielt, Kosten präziser zu kontrollieren und Gewinnmargen von Mittelsmännern zu reduzieren. Dies soll im wettbewerbsintensiven Markt für Elektrofahrzeuge Preisvorteile sichern.
Diese direkte Vorgehensweise könnte jedoch auch den Druck auf die nachgelagerten Zulieferer in den Verhandlungen erhöhen.
Das Vorgehen von Tesla in Südkorea spiegelt einen breiteren Trend in der Automobilindustrie zur Optimierung von Lieferketten wider. Die Maßnahme könnte den Wettbewerb mit etablierten lokalen Herstellern wie Hyundai und Kia verschärfen, indem Tesla sich als direkte Alternative für koreanische Verbraucher positioniert.