Teslas Türgriff-Problem kann zu strengeren Auto-Sicherheitsregeln führen
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erwägt allgemeinere Vorschriften für Ausstiegssysteme nach Beschwerden über Teslas Türgriffe.

Die US-amerikanische National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) prüft die Einführung neuer, bundesweiter Sicherheitsvorschriften für alle Kraftfahrzeuge. Anlass sind mehrere Beschwerden über die elektronischen Türgriffe von Tesla, von denen einige mit Todesfällen in Verbindung gebracht wurden. Die Behörde teilte mit, dass sie keine Untersuchung wegen eines Defekts bei Teslas Systemen einleiten werde.
Anstatt Teslas mechanisches Türöffnungs-System zu untersuchen, erklärte die Sicherheitsbehörde, dass das Problem besser im Rahmen eines allgemeineren Regulierungsprozesses angegangen werden könne. Ziel sei es, "ein robustes und offensichtliches Ausstiegssystem für Türen in allen Kraftfahrzeugen" vorzuschreiben, was potenziell alle Neuwagen betreffen würde, die im Land verkauft werden.
Teslas Türgriffe, die elektronisch funktionieren und bündig mit der Karosserie abschließen, wurden kritisiert, da sie langsam und schwer zu bedienen seien, insbesondere in Notsituationen. Obwohl die NHTSA keine ausreichenden Gründe für eine Untersuchung des Tesla-Systems als defekt fand, fließen diese Beschwerden in eine breitere Überprüfung der Sicherheitsstandards ein.
Sollten die vorgeschlagenen Vorschriften finalisiert werden, müssten alle neuen Fahrzeuge die neuen Anforderungen an Ausstiegssysteme für Türen erfüllen. Dieser umfassendere Ansatz wird voraussichtlich die gesamte Automobilindustrie betreffen und Hersteller dazu anhalten, sicherzustellen, dass ihre Designs für alle Insassen unter verschiedenen Bedingungen zugänglich und zuverlässig sind.