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Technologie

Tesla testet fahrerloses Cybercab in Austin

Tesla hat in Austin, Texas, mit Tests einer Serienversion seines Cybercab ohne Lenkrad und Pedale begonnen. Das zweisitzige Elektrofahrzeug ist für volle Autonomie ausgelegt, wobei Testfahrten noch mit einem "Fahrer" im Beifahrersitz stattfinden.

10. Juli 2026
Tesla testet fahrerloses Cybercab in Austin

Der Elektroautohersteller Tesla hat in Austin, Texas, mit der Erprobung einer Serienversion seines Cybercab begonnen. Das Fahrzeug soll ohne Lenkrad und Pedale auskommen und vollständig autonom fahren. Ein Kurzvideo, das Tesla auf der Plattform X veröffentlichte, zeigt das zweisitzige Elektrofahrzeug im Verkehr, wobei sich zur Sicherheit noch ein Fahrer auf dem Beifahrersitz befindet.

Diese Erprobungen erfolgen fast zwei Jahre nach der Vorstellung des Cybercab-Designs. Im vergangenen Jahr startete Tesla Testdienste für Robotaxis in Austin und San Francisco. Die dort eingesetzten Model Y-Fahrzeuge erforderten aus Sicherheitsgründen einen "Aufpasser" auf dem Beifahrersitz, der im Notfall eingreifen konnte. In den vergangenen Wochen testete Tesla laut dem US-Portal TechCrunch Prototypen des Cybercab, die noch mit Lenkrad und Pedalen ausgestattet waren, in verschiedenen US-Städten.

Die Entscheidung über den Start eines flächendeckenden Robotaxi-Netzwerks könnte bald fallen. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA schlug kürzlich vor, für vollständig autonome Fahrzeuge kein Bremspedal mehr vorzuschreiben. Dieser Vorschlag wird voraussichtlich im Laufe dieses Jahres verabschiedet und würde eine wichtige regulatorische Hürde für Teslas Pläne beseitigen.

Tesla-Chef Elon Musk versprach im Januar, dass das Unternehmen bis Ende dieses Jahres ein breites Netz fahrerloser Robotaxis in den Vereinigten Staaten anbieten werde. Obwohl Tesla in Austin bereits vollautonom fahrende Taxis anbietet, ist dieser Dienst begrenzt. Es bestehen Zweifel an der Zuverlässigkeit von Teslas Robotaxis, da sie – anders als die Taxis des Marktführers Waymo – lediglich Kameras zur Navigation nutzen und auf teurere Lidar-Sensoren verzichten.

Sollte Teslas Vorhaben gelingen, hätte das Unternehmen einen erheblichen Kostenvorteil gegenüber Waymo und anderen Anbietern. Tesla entwickelt sowohl die Fahrzeuge als auch die Software selbst, im Gegensatz zu Waymo, das mit externen Herstellern kooperiert. Derweil expandiert Konkurrent Waymo und plant, in diesem Jahr in 20 Städten in den USA und im Ausland tätig zu sein.

Originalquelle: heise.de