Die Führungs-Blinder Fleck, Den Die Meisten CEOs Nie Sehen
Erfolgreiche CEOs können blind für ihre eigenen Annahmen werden und so falsche Probleme identifizieren. Externe Perspektiven sind für Einsichten entscheidend.

Eine große Ironie der Führung besteht darin, dass es für Einzelpersonen umso schwieriger werden kann, falsche Probleme zu erkennen, je besser sie im Lösen von Problemen werden. Erfolg festigt die Gewohnheiten, Annahmen und Instinkte, die zu diesem Erfolg führten. Wenn sich jedoch das Geschäftsumfeld ändert, können genau diese Stärken zu Hindernissen werden.
Beobachtungen über die letzten drei Jahrzehnte zeigen, dass Führungskräfte, die sich konsequent neu erfinden, nicht immer die Klügsten oder Erfahrensten im Raum sind. Vielmehr verstehen sie, dass Objektivität einen Wettbewerbsvorteil darstellt und dass Objektivität schwer zu erreichen ist, wenn man tief in das von ihnen selbst aufgebaute Unternehmen eingebunden ist.
Deshalb verlassen sich effektive Führungskräfte oft auf Peer-Groups oder Beiräte. Diese Gruppen bieten nicht nur Ratschläge, sondern auch Perspektiven von Personen, die das Denken der Führungskraft herausfordern und Aspekte offenbaren können, die ihnen selbst möglicherweise nicht mehr sichtbar sind. Diese externe, kritische Überprüfung ist entscheidend für kontinuierliches Lernen und Anpassung.
Fachwissen kann paradoxerweise zum Feind der Innovation werden. Mit wachsender Erfahrung werden Führungskräfte geschickt darin, Muster zu erkennen und bewährte Lösungen anzuwenden. Sie können jedoch auch zu sehr an den Werkzeugen und Strategien festhalten, die ihnen zuvor Erfolg brachten, was sie daran hindert, in einer sich verändernden Landschaft neue Ansätze zu verfolgen.