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Wissenschaft

Thebanisches Grab enthüllt ägyptische Bestattungstrends im Wandel

Neue Forschung aus der thebanischen Nekropole Ägyptens beschreibt die Entwicklung von Bestattungspraktiken über Jahrhunderte.

18. August 2026
Thebanisches Grab enthüllt ägyptische Bestattungstrends im Wandel

Die thebanische Nekropole Ägyptens mit über 400 Gräbern bietet Archäologen bedeutende Einblicke in die antike Geschichte der Region. Eine kürzlich in Frontiers in Environmental Archaeology veröffentlichte Studie beschreibt die Entwicklung ägyptischer Bestattungstrends.

Die Forschung deutet auf eine Verlagerung von Einzelbestattungen in aufwendigen Särgen hin zur Wiederverwendung früherer Bestattungsstätten hin. Diese Praxis führte zu einer erhöhten Grabdichte und Fällen, in denen Körper übereinander bestattet wurden.

Die Studie untersuchte speziell Grab 209 in der westlichen Nekropole, das aus der frühen 25. Dynastie (754–656 v. Chr.) stammt und während der Ptolemäerzeit (305–30 v. Chr.) aufgegeben wurde. Der ursprüngliche Besitzer war wahrscheinlich Nisemro, ein hochrangiger Beamter nubischer Herkunft.

Aufgrund seiner Lage in einem aktiven Entwässerungskanal war das Grab wiederholten Sturzfluten ausgesetzt, was eine komplexe archäologische Stätte darstellt. Forscher nutzten einen integrierten archäotanatologischen Ansatz, der Körperposition, Sargverwendung, Überlagerung von Überresten und stratigraphische Beziehungen zusammen mit osteologischer Analyse analysierte, um die Abfolge der Bestattungen zu rekonstruieren.

Originalquelle: arstechnica.com