Thinking Machines veröffentlicht erstes offenes KI-Modell Inkling
Was es ist: Thinking Machines Lab hat sein erstes proprietäres KI-Modell namens Inkling veröffentlicht. Das Modell ist anpassbar konzipiert und zielt darauf ab, mit Einheitslösungen für KI zu konkurrieren.

Das KI-Startup Thinking Machines Lab, gegründet von Mira Murati, der ehemaligen CTO von OpenAI, hat am Mittwoch sein erstes proprietäres KI-Modell namens Inkling veröffentlicht. Im Gegensatz zu den Flaggschiff-Modellen von OpenAI, Anthropic oder Google ist Inkling ein Open-Weight-Modell, was bedeutet, dass externe Entwickler und Unternehmen es direkt herunterladen und modifizieren können.
Inkling ist ein "Mixture-of-Experts"-System mit insgesamt 975 Milliarden Parametern, verwendet jedoch für jede Aufgabe nur einen Bruchteil davon, etwa 41 Milliarden. Dieses Designkonzept hält die sehr großen Modelle schneller und kostengünstiger im Betrieb. Das Modell wurde auf 45 Billionen Tokens aus Text, Bild, Audio und Video trainiert und verarbeitet diese nativ, laut Unternehmensmaterialien.
Diese Veröffentlichung ist die erste öffentliche Vorführung der Arbeit des Unternehmens in den letzten 18 Monaten, in denen es weitgehend im Verborgenen KI-Infrastruktur aufgebaut hat. Zuvor, im Mai, wurde eine Forschungs-Vorschau von "Interaktionsmodellen" geteilt – KI-Systeme, die für konversationelle Interaktion, einschließlich Unterbrechungen, entwickelt wurden, im Gegensatz zu typischen Chatbots. Diese Einführung testet auch die Kernhypothese von Thinking Machines: dass anpassbare KI generische Einheitslösungen, die von großen KI-Laboren angeboten werden, übertreffen wird.
Das Inkling-Modell ist darauf ausgelegt, kalibrierte Antworten zu liefern, Unsicherheiten zu kennzeichnen, anstatt zu raten, und ermöglicht es den Benutzern, die "Denkarbeit" anzupassen, um Geschwindigkeit und Qualität auszubalancieren. Das Unternehmen gibt an, dass ein Benchmark zeigt, dass Inkling ein Drittel der Tokens von Nvidias Nemotron 3 Ultra verwendet, um eine gleichwertige Codierungsleistung zu erzielen. Wichtig ist, dass Thinking Machines nicht behauptet, Inkling sei das leistungsstärkste Modell auf dem Markt, und in seinen Unterlagen ausdrücklich erklärt, dass Inkling "nicht das stärkste Modell ist, das heute verfügbar ist, weder geschlossen noch offen".