Tausende Tech-Sicherheitskräfte streiken in Kalifornien
14.000 Sicherheitskräfte haben in Kalifornien einen Streik begonnen, nachdem die Vertragsverhandlungen ins Stocken geraten sind. Die Arbeiter fordern deutliche Lohnerhöhungen und bessere Sozialleistungen von den Technologieunternehmen, für die sie tätig sind.

Tausende von Sicherheitskräften, die für führende Tech-Unternehmen im Silicon Valley tätig sind, haben in Kalifornien einen Streik begonnen. Die 14.000 von der SEIU-United Service Workers West vertretenen Mitarbeiter traten am Freitagmorgen die Arbeit nieder, nachdem die monatelangen Verhandlungen über neue Verträge mit Sicherheitsdienstleistern wie Securitas und Allied Universal gescheitert waren.
Der Streik erstreckt sich über den gesamten Bundesstaat. In San Francisco und Los Angeles versammelten sich die Arbeiter, um erhebliche Gehaltserhöhungen und verbesserte Zusatzleistungen zu fordern. Die Gewerkschaft hebt die Diskrepanz zwischen den Stundenlöhnen der Sicherheitskräfte und den immensen Ressourcen der von ihnen geschützten Tech-Giganten hervor. Obwohl die Arbeiter technisch gesehen bei Drittanbietern angestellt sind, sind sie für die Sicherheit von Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Salesforce, Google, Amazon, Microsoft, Meta, Nvidia, Cisco und Netflix zuständig.
Die Verhandlungen haben erhebliche Meinungsverschiedenheiten über die Vergütung offenbart. Laut Gewerkschaft schlugen einige Auftragnehmer eine Erhöhung des Stundenlohns um lediglich 65 Cent über zwei Jahre vor. Allied Universal, das größte Sicherheitsunternehmen der Welt, bot Berichten zufolge eine Erhöhung von nur 25 Cent pro Stunde im Jahr 2027 an, ohne weitere Erhöhungen in den folgenden drei Jahren. Gewerkschaftsvertreter bezeichneten diese Angebote als "beschämend und zutiefst respektlos".
Ein Sprecher von Allied Universal erklärte, dass Fortschritte in den Verhandlungen erzielt wurden und das Unternehmen bestrebt ist, eine gemeinsame Basis zu finden. In der Zwischenzeit liegt der Medianlohn für Sicherheitskräfte in Kalifornien bei etwa 20 US-Dollar pro Stunde, im Bay Area bei etwa 24 US-Dollar. Diese Zahlen liegen deutlich unter dem allgemeinen Medianlohn in der Region. Die streikenden Arbeiter streben einen Stundenlohn von 30 US-Dollar sowie erschwingliche Gesundheitsversorgung, erweiterte Rentenleistungen und umfassende Schulungen an.
Der Streik der Arbeiter zielt darauf ab, die steigenden Lebenshaltungskosten anzugehen und sicherzustellen, dass Sicherheitspersonal einen existenzsichernden Lohn erhalten kann. Ihre Rolle ist zunehmend kritisch geworden, insbesondere da viele Technologieunternehmen, darunter OpenAI und Anthropic, angesichts wachsender öffentlicher Bedenken hinsichtlich künstlicher Intelligenz mit Sicherheitsbedrohungen konfrontiert waren.