SIRONA-Studie: Sirolimus-beschichtete Ballons senken Rate an Zweiteingriffen
Dreijahresdaten der SIRONA-Studie zeigen, dass sirolimus-beschichtete Ballons bei femoropoplitealer Erkrankung seltener Folgeeingriffe erfordern als paclitaxel-beschichtete.

Auf der TCT 2026 wurden die Dreijahresergebnisse der SIRONA-Studie vorgestellt, die den Vergleich zwischen sirolimus-beschichteten und paclitaxel-beschichteten Ballons bei der Behandlung der femoropoplitealen Arterienkrankheit untersuchten. Die Daten belegen, dass Patienten, die mit dem MagicTouch PTA-Ballon von Concept Medical behandelt wurden, über drei Jahre hinweg seltener einen klinisch notwendigen Zweiteingriff benötigten (88,2 % gegenüber 80,2 %).
Die in Deutschland und Österreich durchgeführte Studie mit 482 Teilnehmern zeigte keine signifikanten Unterschiede bei der Gehstrecke, der Lebensqualität oder der Sicherheit, einschließlich der Mortalitätsraten. Die Ergebnisse wurden zeitgleich im Journal JACC: Cardiovascular Interventions veröffentlicht.
Die Studie gewinnt an Bedeutung, da die Verwendung von paclitaxel-beschichteten Medizinprodukten nach kritischen Berichten in anderen Studien derzeit weltweit neu bewertet wird. Studienleiter Professor Ulf Teichgräber betonte, dass die Dreijahresdaten aufgrund des ursprünglichen Studiendesigns, das auf eine 12-monatige Laufzeit ausgelegt war, explorativ zu werten sind. Die Beobachtung wird bis zum Erreichen der Fünfjahresmarke fortgesetzt.