TI-Atlas 2026: ePA und eMP bringen Apotheken spürbaren Nutzen
Der TI-Atlas 2026 zeigt, dass sich die elektronische Patientenakte (ePA) etabliert hat und den Informationszugang für Apotheken beschleunigt. Die Einführung des elektronischen Medikationsplans (eMP) soll die Vollständigkeit der Daten deutlich verbessern.

Der TI-Atlas 2026 stellt fest, dass die elektronische Patientenakte (ePA) die Verfügbarkeit von Patienteninformationen in deutschen Apotheken verbessert. Laut der Umfrage berichten etwa zwei Drittel der medizinischen Einrichtungen und Apotheken von einem schnelleren Informationszugang durch die ePA.
17 Prozent der befragten Apotheken nutzen die ePA regelmäßig. Fast alle Apotheken, die die ePA einsetzen, geben an, bereits potenzielle Patientenrisiken anhand von Medikationslisten erkannt zu haben. Die Zufriedenheit mit der ePA ist bei den Apotheken um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und liegt nun bei 84 Prozent.
Die Einführung des elektronischen Medikationsplans (eMP) im Jahr 2026 wird voraussichtlich die Vollständigkeit und Aktualität von Medikationsinformationen erheblich verbessern, ähnlich wie es für Arztpraxen und Pflegeheime erwartet wird. Dies könnte die Nutzung der ePA in Apotheken weiter fördern.
Gematik-Geschäftsführer Florian Hartge betonte, dass digitale Anwendungen im Gesundheitswesen verankert sind und konkreten Nutzen bringen. Anwendungen wie das E-Rezept und die Kommunikation im Medizinwesen (KIM) sind aus dem Versorgungsalltag nicht mehr wegzudenken.