Tianjin-Universität entwickelt schnellere Methode zur Katalysatorsynthese
Forscher der Universität Tianjin haben eine neue Technologie mit thermischen Pulsen im Millisekundenbereich zur Synthese von Platingruppenkatalysatoren entwickelt. Das Verfahren verkürzt die Herstellungszeit erheblich und reduziert den Energieverbrauch.

TIANJIN, China – Ein Forschungsteam der Universität Tianjin veröffentlichte am 10. Juli 2026 neue Erkenntnisse in der Fachzeitschrift „Science“. Sie präsentierten eine Technologie mit thermischen Pulsen im Millisekundenbereich, die eine ultraschnelle Synthese und präzise Steuerung von Platingruppenkatalysatoren ermöglicht.
Die neue Strategie der „transienten Assemblierung“ ermöglicht die Herstellung von Kern-Schale-Katalysatoren. Dies eröffnet neue Wege zur Verbesserung der Leistung von Wasserstoff-Brennstoffzellen und zur Weiterentwicklung umweltfreundlicher Energietechnologien. Herkömmliche Methoden, die oft langwierige Hochtemperatur-Glühprozesse erfordern, sind zeitaufwendig, energieintensiv und schwer präzise zu steuern.
Das Team der Universität Tianjin konnte einen Prozess, der normalerweise mehrere Stunden dauert, auf nur wenige Minuten reduzieren. Die Technologie erlaubt zudem eine präzise Steuerung der Platin-Hülle auf atomarer Ebene, was die katalytische Aktivität optimiert. Der Energieverbrauch für die Synthese pro Masseneinheit sank um 90 Prozent, und der Einsatz gefährlicher Reagenzien wurde vermieden.
Mit der neuen Methode hergestellte Katalysatoren erreichten in Wasserstoff-Brennstoffzellen eine Leistung von 15,2 Kilowatt pro Gramm Platin. Die Forscher sehen ein breites Anwendungspotenzial, insbesondere in der Produktion von grünem Wasserstoff und in der chemischen Synthese.