Tabaksteuereinnahmen brechen im 1. Halbjahr um 15 Prozent ein / BVTE warnt vor weiteren Erhöhungen
Die Tabaksteuereinnahmen in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2026 um 15 Prozent auf 6,79 Milliarden Euro gesunken. Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) warnt vor weiteren Steuererhöhungen und deren Folgen für Staatseinnahmen und den illegalen Handel.

Die Einnahmen aus der Tabaksteuer sind im ersten Halbjahr 2026 um 15 Prozent auf 6,79 Milliarden Euro gefallen. Laut Daten des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) liegt dieser Rückgang nach einer bereits erfolgten Steuererhöhung zu Jahresbeginn vor.
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) sieht darin ein klares Signal, dass die Belastungsgrenze des legalen Marktes erreicht ist. Der Verband warnt eindringlich vor weiteren Anhebungen der Tabaksteuer, da diese die Staatseinnahmen gefährden und den illegalen Handel fördern.
BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke bezeichnete die Pläne für weitere drastische Steuererhöhungen als "finanzpolitischen Wahnsinn". Er erklärte, dass eine Erhöhung um 80 Cent pro Packung den Preis bis 2030 auf fast 12 Euro treiben würde. Bereits die Anhebung um 15 Cent zu Jahresbeginn habe zu einem Einnahmenrückgang von 15 Prozent geführt, was die Politik zum sorgfältigen Abwägen der Folgen mahnen müsse.
Mücke verwies auf Beispiele wie Frankreich und die Niederlande, wo nach Steuererhöhungen der Anteil des illegalen Handels gestiegen ist. In Frankreich blieben 2026 bereits 17,7 Prozent des Tabakkonsums unversteuert. Der BVTE appelliert an die Bundesregierung, die geplanten Erhöhungen zu überdenken und stattdessen auf eine verlässliche Fiskalpolitik zu setzen, die stabile Einnahmen sichert und den legalen Markt schützt.