TRAI schlägt Qualitätsregeln für 5G-Netz-Slicing vor
Indiens Telekommunikationsbehörde TRAI schlägt Qualitätsregeln für 5G-Netz-Slicing vor. Die neuen Vorschriften betreffen die Ressourcennutzung und die Meldung von Ausfällen.

Die Telecom Regulatory Authority of India (TRAI) hat neue Vorschriften vorgeschlagen, um das 5G-Netz-Slicing (Network Slicing) in ihren Rahmen für die Dienstgüte (Quality of Service, QoS) einzubeziehen. Der Vorschlag, der in einem am 5. August veröffentlichten Konsultationspapier dargelegt wird, bittet bis zum 26. August um Stellungnahmen von Interessengruppen, einschließlich Telekommunikationsanbietern und Verbrauchergruppen.
Ein zentraler Aspekt des Vorschlags betrifft die Überwachung der Ressourcenzuweisung in 5G-Netzen. TRAI schlägt vor, dass Telekommunikationsbetreiber die Auslastung der Physical Resource Blocks (PRB) unter 80 % halten. Wenn die PRB-Auslastung diesen Schwellenwert fünf Tage im Monat überschreitet, müssen die Betreiber die Kapazität erhöhen. Sollte die Auslastung einen vollen Monat lang über 80 % bleiben, müssen die betroffenen Netz-Slices vom Dienst genommen werden.
Darüber hinaus schlägt TRAI vor, dass Details, die ausreichende Kapazität nachweisen, für jeden neuen Netz-Slice innerhalb von 21 Tagen nach seiner Erstellung eingereicht werden müssen. Jeder Netz-Slice in einem Mobilfunknetz wird als separates Tarifangebot behandelt, das einzelnen QoS-Konformitätsparametern unterliegt.
Das Konsultationspapier definiert auch signifikante Netzwerkausfälle. Ein Ausfall gilt als signifikant, wenn der Breitbanddienst in einem Bezirk länger als vier zusammenhängende Stunden nicht verfügbar ist oder wenn mehr als 10 % der Abonnenten länger als vier zusammenhängende Stunden einen vollständigen Serviceausfall oder eine wesentliche Verschlechterung erfahren. Betreiber müssen solche Ausfälle TRAI innerhalb von 24 Stunden melden und den betroffenen Nutzern eine Entschädigung anbieten, wie z. B. proportionale Mietrabatte oder verlängerte Dienstgültigkeit.