„Trump-Konten“ für Kinder könnten Vermögenskluft vertiefen
Neue steuerbegünstigte Sparkonten für Kinder, bekannt als „Trump-Konten“, verzeichnen eine schnelle Beteiligung. Jedoch deuten Analysen darauf hin, dass ihre Implementierung bestehende Vermögensunterschiede verschärfen könnte.

Das US-Finanzministerium meldete Ende Juli, dass sieben Millionen Kinder unter 18 Jahren sich für neue steuerbegünstigte 530A-Sparkonten eingeschrieben haben, die informell als „Trump-Konten“ bezeichnet werden. Bemerkenswerterweise stammen 86 % dieser Konten von Familien mit einem Jahreseinkommen unter 200 000 US-Dollar. Trotz der breiten Akzeptanz äußern Kritiker Bedenken, dass die Struktur und die praktischen Vorteile des Programms bestehende Vermögensunterschiede eher vertiefen als verringern könnten.
Das Finanzministerium schlug kürzlich weitere Richtlinien vor, die jährliche Beitragszahlungen von bis zu 2 500 US-Dollar pro Kind über Gehaltsabzüge ermöglichen würden, ähnlich wie bei 401(k)-Plänen. Derzeit sind die Beiträge der Eltern nicht steuerlich absetzbar. Zusätzlich haben über 50 große private Arbeitgeber zugesagt, bis zu 2 500 US-Dollar pro Mitarbeiter und Jahr auf die „Trump-Konten“ ihrer Kinder einzuzahlen. Diese Arbeitgeberbeiträge sind von der steuerpflichtigen Lohnsumme des Arbeitnehmers ausgenommen.
Während die breite Verfügbarkeit von „Trump-Konten“ und ihr Potenzial für Investitionsbildung anerkannt werden, weisen Analysten darauf hin, dass die bloße Bereitstellung von Zugang nicht ausreicht. Viele einkommensschwache Familien sehen sich praktischen Hindernissen gegenüber, wie z. B. einem Mangel an verfügbarem Einkommen, was sie daran hindert, selbst steuerbegünstigte Vorteile vollständig zu nutzen. Für einen Haushalt mit dem durchschnittlichen US-Einkommen von rund 83 730 US-Dollar pro Jahr würde eine jährliche Ersparnis von 2 500 US-Dollar pro Kind einen monatlichen Gehaltsabzug von über 200 US-Dollar erfordern, was für viele eine erhebliche Belastung darstellt.
Die Arbeitgebersubvention könnte zwar eine positive Entwicklung sein, aber auch zur Ungleichheit beitragen. Arbeitnehmer mit geringerem Einkommen haben im Allgemeinen weniger Zugang zu arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorgeplänen und insbesondere zu Arbeitgeberzuschüssen. Es besteht die Gefahr, dass sich dieses Muster bei den „Trump-Konten“ wiederholt, wobei besser verdienende Arbeitnehmer stärker von Arbeitgeberinitiativen profitieren und dadurch die Vermögenskluft weiter vergrößert wird.