Trump-Regierung plant Überarbeitung des Head Start-Programms
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant eine grundlegende Überarbeitung des Head Start-Programms für frühkindliche Bildung, was zu einer Schwächung seiner Qualitätsstandards führen könnte. Die Änderungen zielen darauf ab, das Programm zur Bekämpfung von Armut für einkommensschwache Kinder zu verändern.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump plant eine grundlegende Überarbeitung des Head Start-Programms für frühkindliche Bildung, was eine Schwächung seiner Qualitätsstandards zur Folge haben könnte. Das Programm, das in den 1960er Jahren zur Armutsbekämpfung ins Leben gerufen wurde, betreut jährlich über eine halbe Million Kleinkinder und Vorschulkinder aus einkommensschwachen Familien landesweit.
Quellen teilten der Associated Press mit, dass die Regierung vorschlägt, die derzeitigen, umfangreichen Vorschriften durch einen deutlich kürzeren Regelkatalog zu ersetzen, wobei viele Details den Gesetzen der Bundesstaaten und lokalen Regelungen überlassen würden. Diese Änderung könnte die etablierten Standards des Programms für das Verhältnis von Kindern zu Lehrkräften, Gesundheitsuntersuchungen und Familienengagement untergraben, die derzeit in über 100 Seiten detailliert sind.
Die Entwurfsregeln beinhalten Berichten zufolge erhöhte Dokumentationsanforderungen für obdachlose oder arbeitslose Eltern. Eine frühere Version erwog auch, undokumentierten Einwanderern die Anmeldung ihrer Kinder zu verweigern, selbst wenn die Kinder US-Bürger sind. Es ist jedoch unklar, ob diese Bestimmungen Bestandteil der endgültigen Fassung sein werden. Kritiker befürchten, dass solche Änderungen Head Start unkenntlich machen und seine Kernaufgabe schmälern könnten.
Ehemalige Beamte und Interessengruppen äußerten Bedenken. Khari Garvin, ehemaliger Leiter des Office of Head Start, warnte, das Programm könnte zu einer "Hülle" werden. Der National Head Start Association zufolge wartet man auf den offiziellen Vorschlag, ist aber bereit, potenziell schädliche Änderungen abzulehnen. Der Zeitplan für die Umsetzung bleibt ungewiss, und öffentliche Kommentierungsphasen sowie mögliche rechtliche Anfechtungen stehen bevor.