Trump-Regierung stoppt Cyclospora-Forschung trotz rekordverdächtigem Ausbruch
Zwei von drei Forschungsprogrammen zum Parasiten Cyclospora beim US-Landwirtschaftsministerium (USDA) wurden eingestellt, und das dritte verliert seine Wissenschaftler. Dies geschieht inmitten eines landesweiten Ausbruchs des Erregers mit Rekordzahlen.

Die Trump-Regierung setzt die Bundesforschung zum lebensmittelbedingten Parasiten Cyclospora aus, obwohl es einen landesweiten Ausbruch des Erregers mit Rekordzahlen gibt. Zwei der drei Forschungsprogramme, die fast die gesamte Cyclospora-Forschung beim U.S. Department of Agriculture (USDA) umfassen, wurden nicht mehr finanziert, und das dritte Programm steht kurz davor, alle seine Wissenschaftler zu verlieren.
Das USDA plant, sein Beltsville Agricultural Research Center in der Nähe von Washington, D.C., zu schließen und seine Arbeit an eine Einrichtung in Iowa zu verlagern. Dies beinhaltet auch die Verlagerung der verbleibenden Cyclospora-Forschung. Internen Berichten zufolge plant jedoch keiner der an dem Projekt arbeitenden Wissenschaftler, von Maryland nach Iowa umzuziehen.
Stattdessen gehen die Forscher Berichten zufolge in den Ruhestand, werden anderen Projekten zugewiesen oder verlassen die Forschungsdienste des USDA. Die Entscheidung, die Forschung einzustellen, kommt zu einer Zeit, in der die Cyclospora-Infektionen zugenommen haben und im ganzen Land weit verbreitete Magen-Darm-Erkrankungen verursachen.
Cyclospora wird typischerweise durch kontaminierte Lebensmittel, wie z.B. frisches Obst und Gemüse, übertragen. Die Aussetzung der Forschung wirft Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit auf, die Ausbreitung des Erregers zu verfolgen und zu verstehen sowie wirksame Strategien zur Eindämmung zukünftiger Ausbrüche zu entwickeln.