Trump fordert FCC zur Bestrafung einer Journalistin wegen Wahlergebnissen
Präsident Trump forderte gestern die FCC auf, eine NBC-Journalistin zu bestrafen, die seine Wahlempfehlungen als "gemischt" bezeichnet hatte.

Präsident Donald Trump hat gestern die US-Medienaufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) aufgefordert, die NBC-Journalistin Kristen Welker zu bestrafen oder zu rügen. Trump warf Welker, der Moderatorin von Meet the Press, vor, seine Wahlempfehlungen als "gemischte Ergebnisse" bezeichnet zu haben, was er als "vorsätzliche Ungenauigkeit" bezeichnete.
In einem Beitrag auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social behauptete Trump, Welker habe falsche Informationen verbreitet. Er legte dar, dass seine unterstützten Kandidaten kürzlich eine Erfolgsquote von 100 % bei den Wahlen zum US-Senat und 98 % bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus erreicht hätten. Er stellte die Frage, wie eine solche Aussage über "frei gegebene öffentliche Sendefrequenzen" zugelassen werden könne.
Dieser Vorfall ist ein weiteres Beispiel dafür, wie Trump die FCC nutzt, um Nachrichtenorganisationen und Reporter, die er als kritisch erachtet, unter Druck zu setzen. Anfang der Woche griff Trump auch die New York Times-Journalistin Maggie Haberman öffentlich an und forderte sie auf, sämtliche Einnahmen aus ihrer Berichterstattung über ihn herauszugeben.
Trump hat die Berichterstattung der Medien über Wahlergebnisse und Umfragen wiederholt als "fake" kritisiert und die FCC zum Eingreifen aufgefordert. Seine Forderungen nach regulatorischen Maßnahmen gegen Journalisten werfen Fragen hinsichtlich der Pressefreiheit und des potenziellen Missbrauchs staatlicher Macht zur Beeinflussung der Berichterstattung auf.