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Bauwesen

Trump-Pläne für Ballsaal im Weißen Haus: Kritik wegen Anlehnung an Monarchien

Die Entwürfe von Präsident Donald Trump für die Innengestaltung eines neuen Ballsaals im Weißen Haus stoßen auf Kritik. Die Darstellungen erinnern eher an europäische Königspaläste als an amerikanische Ideale.

17. September 2026
Trump-Pläne für Ballsaal im Weißen Haus: Kritik wegen Anlehnung an Monarchien

Die Pläne von Präsident Donald Trump für einen neuen Ballsaal im Weißen Haus haben Kritik von Fachleuten aus den Bereichen Architektur und Innenarchitektur hervorgerufen. Auf sozialen Medien geteilte Renderings zeigen einen Raum, der stark von europäischen Monarchien inspiriert ist, wie etwa dem Schloss Versailles in Frankreich oder dem Großen Kremlpalast in Moskau, anstatt von traditioneller amerikanischer Bundesarchitektur.

Die Innenarchitektin Annie Elliott bezeichnete die Renderings als eine "weißgetünchte Version von Versailles" und verglich Trumps Ästhetik mit der Ludwigs XIV. Jorge Salgado, Mitbegründer von Pelletier Salgado Architects, erklärte, dass das Design visuelle Symbole von Macht und Reichtum entlehnt und historische Monarchien über die Ideale der amerikanischen Republik stellt. Er charakterisierte den Stil als "Pastiche", also Nachahmung.

Salgado argumentierte, dass die Architektur des Weißen Hauses bewusst zurückhaltend in Umfang und Stil ist, um die demokratischen Ideale der Nation widerzuspiegeln, im Gegensatz zu Trumps opulenter Vision. Das bestehende Gebäude des Weißen Hauses selbst repräsentiere diese Bescheidenheit, bemerkte er. Der vorgeschlagene Entwurf ziele darauf ab, Macht durch europäische Palastästhetik zu projizieren.

Das Projekt war auch mit rechtlichen Anfechtungen konfrontiert. Die National Trust for Historic Preservation reichte Klage ein, um den Bau zu stoppen, mit der Begründung, dass nur der Kongress wesentliche Änderungen am Weißen Haus genehmigen könne. Der Oberste Gerichtshof der USA erließ jedoch eine verfahrensrechtliche Entscheidung, die den Baufortschritt erlaubte.

Die anfänglichen Kostenschätzungen für das Ballsaalprojekt sind erheblich gestiegen. Ursprünglich auf 200 Millionen Dollar geschätzt, schätzte die Trump-Administration die Kosten später auf 400 Millionen Dollar, wobei aktuelle Schätzungen Berichten zufolge 600 Millionen Dollar erreichen, teilweise finanziert durch Steuerzahler. Die Innenarchitektin Sarah Boardman betrachtet die Entwürfe als eine "verpasste Gelegenheit" und meint, sie stützen sich auf bekannte Symbole europäischer Luxus, anstatt neue amerikanische bürgerliche Architekturideen für das 21. Jahrhundert zu erforschen.

Originalquelle: fastcompany.com