Tsinghua-Universität veröffentlicht Bericht zur globalen CO₂-Neutralität
Ein Bericht über Fortschritte und Hindernisse auf dem Weg zur globalen CO₂-Neutralität wurde auf einem Forum an der Tsinghua-Universität vorgestellt. Der „2026 Global Carbon Neutrality Annual Progress Report" umfasst 198 Länder und Regionen.

Internationale Experten und politische Entscheidungsträger trafen sich am 22. September an der Tsinghua-Universität in Peking zu einem hochrangigen Seminar über globale CO₂-Neutralität. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der „2026 Global Carbon Neutrality Annual Progress Report" vorgestellt, der die treibenden Kräfte und Hindernisse für den Übergang zu CO₂-Neutralität in 198 Ländern und Regionen untersucht.
Die Veranstaltung fand anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Institute for Carbon Neutrality (ICON) der Tsinghua-Universität und des sechsten Jahrestags der chinesischen „Dual-Carbon“-Ziele statt. Zu den Teilnehmern gehörten Vertreter aus Regierung, Wissenschaft und internationalen Organisationen, darunter Li Gao, Chinas Vize-Umweltminister, und Erik Solheim, ehemaliger UN-Vize-Generalsekretär.
Professor Wang Can von der Tsinghua-Universität präsentierte den Bericht, der auf über 200 Indikatoren basiert. Demnach tritt der Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft in eine neue Phase ein, die stärker von technologischen Fortschritten, aber auch von systemischen Rahmenbedingungen geprägt ist. Während sich Technologien wie Wind-, Solar- und Elektromobilität weiter verbreiten, bestehen erhebliche Engpässe bei der Netzintegration, Finanzierung und Marktentwicklung.
Die Kommerzialisierung neuer Technologien wie grüner Wasserstoff und CO₂-Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) bleibt eine Herausforderung. Der Bericht betont, dass das Tempo und der Umfang des globalen Übergangs zunehmend von Fortschritten bei Finanzierung, Infrastruktur, Märkten und internationaler Zusammenarbeit abhängen, insbesondere für Entwicklungsländer.