Ablehnung einer Beförderung kann Karriere schaden, warnen Experten
Immer mehr Amerikaner lehnen Beförderungen ab, die ihre Work-Life-Balance stören. Experten warnen, dass die Ablehnung von Aufstiegsmöglichkeiten negative Auswirkungen auf die Karriere eines Mitarbeiters haben kann.

Eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern in den USA lehnt Beförderungen ab, die ihre Work-Life-Balance beeinträchtigen. Auch wenn der angebotene Aufstieg aufgrund von Gehaltserhöhungen oder Status attraktiv erscheinen mag, lehnen viele ab, wenn er ständige Erreichbarkeit nach Feierabend erfordert oder zu einer unausgewogenen Lebenssituation führt.
Diese negative Einstellung zu Beförderungen ist besonders bei jüngeren Berufstätigen verbreitet. Eine Umfrage der Personalberatung Robert Walters aus dem Jahr 2024 ergab, dass 57 % der Gen Z-Profis kein Interesse an mittleren Managementpositionen haben und 67 % eine Beförderung als stressiger denn als lohnend empfinden.
Die Ablehnung eines Beförderungsangebots kann jedoch negative karrierebezogene Folgen haben, insbesondere wenn ein Vorgesetzter sich aktiv für die Beförderung des Mitarbeiters eingesetzt hat. Chris Eldridge, CEO von Robert Walters North America, betont, dass eine schlecht gehandhabte Ablehnung die Beziehung zum Vorgesetzten beschädigen kann und diesen möglicherweise das Gefühl geben kann, dass der Mitarbeiter ihn und das Unternehmen ablehnt.
Eldridge plädiert für eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen dem anbietenden Vorgesetzten und dem Mitarbeiter. Klare Gründe für die Ablehnung können zu positiven Ergebnissen führen und Vorgesetzte dazu anregen, ihre Erwartungen zu überdenken. Es ist auch ratsam, weitere Informationen anzufordern und Bedenkzeit zu erbitten, bevor eine Entscheidung getroffen wird, da die tatsächlichen Aufgaben der Rolle von Annahmen abweichen können.
Matt Berndt, Leiter der Karriereberatung bei Indeed's Job Search Academy, fügt hinzu, dass es in der Verantwortung der Mitarbeiter liegt, ihre Karriereziele zu identifizieren und diese regelmäßig mit ihren Vorgesetzten zu besprechen. Dies stellt sicher, dass angebotene Beförderungen mit den Wünschen des Mitarbeiters übereinstimmen und beide Parteien die Karrierepläne verstehen. Eine schlecht gehandhabte Ablehnung kann dazu führen, dass ein Mitarbeiter als undankbar erscheint und zukünftige Möglichkeiten einschränkt.