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Verbraucher

TV-Nutzung steigt: Suche nach Ablenkung und Stabilität

Trotz neuer Wettbewerber sehen lineare TV-Angebote eine höhere Nachfrage. Zuschauer suchen in Krisenzeiten nach Unterhaltung und einem Gefühl von Normalität.

18. Oktober 2026
TV-Nutzung steigt: Suche nach Ablenkung und Stabilität

Die heimischen Wohnzimmer werden wieder vermehrt zum Zentrum für Fernsehkonsumenten, die in unsicheren Zeiten nach Unterhaltung und verlässlichen Informationen suchen. Das Smart-TV-Umfeld ist jedoch von einer Vielzahl neuer Wettbewerber geprägt, die um die Aufmerksamkeit des Publikums buhlen.

Medienpsychologen sprechen von "Mood-Management", einem Phänomen, bei dem Menschen versuchen, ihre Stimmung durch Medienangebote zu regulieren. Seit Beginn der Coronakrise ist die Nachfrage nach unterhaltungsorientierten Formaten deutlich gestiegen. Medienwissenschaftler stellen fest, dass viele Menschen nach Normalität, Tagesstruktur und Ablenkung sehnen, was das Fernsehen zu einer attraktiven Fluchtmöglichkeit macht.

Das lineare Fernsehen hat eine Rolle bei dieser Nutzungssteigerung gespielt. Im Jahr 2020 verbrachten die Deutschen durchschnittlich 3 Stunden und 40 Minuten täglich vor dem Fernseher, eine Steigerung um 10 Minuten gegenüber dem Vorjahr. Dies wirkt einem abnehmenden Trend der Vorjahre entgegen und festigt die Rolle des Fernsehens, insbesondere für Live-Sport, Unterhaltung und aktuelle Informationen.

Obwohl jüngere Zielgruppen (14-29 Jahre) zunehmend auf Streaming-Plattformen setzen, hat sich ihr Fernsehkonsum stabilisiert. Ihre tägliche Nutzungsdauer ist trotz eines Rückgangs seit 2015 weiterhin beachtlich. Die Aufmerksamkeit verteilt sich zwar auf zahlreiche Plattformen, doch das Fernsehen behauptet seine Position als wichtiger Anbieter.

Originalquelle: seven.one