Zwei neue Bartgeier werden in den Bayerischen Alpen ausgewildert
Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) setzt die Wiederansiedlung des Bartgeiers fort. Zwei junge Vögel werden diesen Sommer freigelassen.

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV) e. V. setzt sein Projekt zur Wiederansiedlung des Bartgeiers in den Bayerischen Alpen fort. In diesem Sommer sollen zwei junge Vögel freigelassen werden, womit sich die Gesamtzahl der seit Projektbeginn 2021 ausgewilderten Tiere auf zwölf erhöht.
Das Projekt trägt zur Stabilisierung der gefährdeten Art in den Alpen bei. Auch wenn sich bereits wilde Paare bilden, wie kürzlich im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich beobachtet wurde, sind weitere Auswilderungen zur Stärkung der Population notwendig.
Die Vorbereitungen für die Freilassung im Nationalpark Berchtesgaden sind im Gange. Die ausgewilderten Vögel werden in den ersten Jahren engmaschig beobachtet, um Erkenntnisse über ihre Flugrouten und ihr Verhalten zu gewinnen. Dies ist entscheidend für die Bewertung des Erfolgs des Wiederansiedlungsprogramms.
Ein Jungvogel stammt in diesem Jahr aus einer Zuchtstation in Asters, Frankreich. Die internationale Zusammenarbeit ist wichtig für die genetische Vielfalt des Projekts. Ein kürzlich freigelassener Bartgeier namens 'Generl' wurde im Karwendelgebirge beobachtet, wo er auf ein anderes reintroduziertes Tier traf.