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Wissenschaft

DNA-Sequenzierung von Typusexemplaren soll Biodiversitätsforschung verbessern

Forscher fordern die systematische Genomsequenzierung von Typusexemplaren zur Verbesserung der Biodiversitätsforschung. Neue Technologien ermöglichen die Gewinnung genetischer Daten ohne Beschädigung der Originale.

13. Oktober 2026
DNA-Sequenzierung von Typusexemplaren soll Biodiversitätsforschung verbessern
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Ein internationales Forscherteam, dem auch Senckenberg-Wissenschaftler Prof. Dr. Steffen Pauls angehört, setzt sich für die systematische Genomsequenzierung von Typusexemplaren ein – den Referenz specimens, die zur offiziellen Beschreibung von Arten verwendet werden. Ihre in "Systematic Biology" veröffentlichte Studie betont die entscheidende Bedeutung dieser genetischen Codes für die Biodiversitätsforschung.

Naturkundliche Sammlungen weltweit beherbergen eine bedeutende Menge an DNA in Typusexemplaren, die für die Identifizierung und Klassifizierung von Arten unerlässlich sind. Viele dieser unersetzlichen Exemplare sind jedoch jahrhundertealt und fragil, was ihre langfristige Erhaltung und wissenschaftliche Untersuchung gefährdet.

Fortschritte in der Sequenzierungstechnologie ermöglichen nun die Gewinnung genetischer Informationen selbst aus sehr alten und empfindlichen Exemplaren, ohne diese zu zerstören. Die Forscher fordern eine engere Zusammenarbeit zwischen Sammlungs kuratoren, Taxonomen und Genomik-Experten, um das Potenzial der "Typusgenomik" zu nutzen.

Moderne Techniken, wie hochauflösende Bildgebung und minimal-invasive DNA-Extraktion, ermöglichen den globalen Zugang zu umfassenden Daten von Typusexemplaren, ohne die Originale zu beeinträchtigen. Dieser Ansatz verspricht, die Forschung zu revolutionieren und biologisches Wissen für zukünftige Generationen zu sichern.

Originalquelle: senckenberg.de