Tyson Foods schließt drei Rindfleischbetriebe wegen Rinderknappheit in den USA
Tyson Foods kündigte die Schließung oder den Verkauf von drei Rindfleischbetrieben an, bedingt durch einen historischen Rindermangel in den USA, der durch weit verbreitete Dürre verschärft wird.

Tyson Foods hat diese Woche eine bedeutende Umstrukturierung seiner Rindfleischsparte angekündigt, die die Schließung oder den Verkauf von drei Anlagen beinhaltet. Das Unternehmen begründet diesen Schritt mit einem "historischen Mangel an Rindern, wie das Land ihn noch nie erlebt hat", eine Situation, die durch anhaltende Dürreperioden in wichtigen Rinderzuchtgebieten erheblich verschärft wurde.
Der Rinderbestand in den USA befindet sich auf dem niedrigsten Stand seit 75 Jahren. Zu diesem Mangel tragen auch andere Faktoren bei, wie ein Ausbruch des Wurmschnecken-Schädlings, steigende Betriebskosten und die Konsolidierung der Branche, die die Zahl der amerikanischen Viehzüchter reduziert haben. Darüber hinaus ist mehr als die Hälfte des Landes von schwerer Dürre betroffen, was die Verfügbarkeit von Weideland und Wasser für das Vieh einschränkt.
Die Dürre zwingt die Züchter, ihre Tiere vorzeitig zu verkaufen, da sie Schwierigkeiten haben, sie ausreichend zu versorgen. Die Heuproduktion ist aufgrund von Wasserknappheit und gestiegenen Kosten erheblich zurückgegangen, was auf einigen Viehmärkten zu außergewöhnlich großen "Dürre-Verkäufen" geführt hat.
Tyson Foods hat in seinen Finanzberichten bereits früher die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf sein Geschäft eingeräumt. Das Unternehmen hat davor gewarnt, dass sich ändernde Wettermuster die Verfügbarkeit und die Kosten von Agrarrohstoffen beeinträchtigen könnten. Obwohl die Erklärung des Unternehmens die Dürre nicht ausdrücklich als Ursache für die Schließungen nennt, deutet sie darauf hin, dass die Lieferkettenbeschränkungen wahrscheinlich bestehen bleiben und strategische Maßnahmen erfordern werden.