VAE-Banken mit starkem Q1 2026, Kreditausweitung 5,8%
Die größten börsennotierten Banken der Vereinigten Arabischen Emirate zeigten im ersten Quartal 2026 starkes Bilanzwachstum und verbesserte Vermögensqualität. Die Kreditvergabe stieg um 5,8 % gegenüber dem Vorquartal.

Die Banken der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zeigten im ersten Quartal 2026 eine starke Leistung, die durch eine signifikante Bilanzexpansion und Verbesserungen bei der Vermögensqualität gekennzeichnet war. Laut einem Bericht von Alvarez & Marsal stiegen die Bruttokredite und Vorschüsse im Vergleich zum Vorquartal um 5,8 %.
Das Betriebsergebnis stieg im Jahresvergleich um 7,7 %, angetrieben durch einen deutlichen Anstieg der Zinserträge um 23,9 %. Die Rentabilität der Banken blieb robust, wobei die Eigenkapitalrendite (ROE) auf 18,7 % anstieg. Die Vermögensqualität zeigte sich widerstandsfähig, da die Quote der notleidenden Kredite (NPL) auf 2,3 % zurückging.
Die Nettozinsmarge (NIM) verzeichnete einen leichten Rückgang auf 2,37 % infolge früherer Zinssenkungen. Während die Einlagen im Quartalsvergleich um 3,8 % stiegen, übertraf das Kreditwachstum die Einlagenmobilisierung und führte zu einem Anstieg des Kredit-Einlagen-Verhältnisses.
Der Bericht hob jedoch erhöhte Unsicherheiten aufgrund geopolitischer Spannungen gegen Ende des Quartals hervor, die das zukünftige Kreditwachstum und die Vermögensqualität beeinflussen könnten. Sam Gidoomal, Geschäftsführer bei Alvarez & Marsal, äußerte sich zu den erhöhten Bedenken hinsichtlich Rückstellungen und Vermögensqualität für das zweite Quartal.