Udaans Muttergesellschaft wegen Insolvenzverfahren in Singapur belangt
Internationale Gläubiger haben ein Insolvenzverfahren gegen das Mutterunternehmen des E-Commerce-Unternehmens Udaan in Singapur wegen Nichtzahlung von Anleihen im Wert von 170 Millionen US-Dollar eingeleitet.

Internationale Gläubiger haben ein Insolvenzverfahren gegen die in Singapur ansässige Muttergesellschaft von Udaan, Trustroot Internet Pvt Ltd, eingeleitet, nachdem diese Anleihen im Wert von 170 Millionen US-Dollar, die am 30. Juni fällig waren, nicht bedient hat. Zu den beteiligten Gläubigern gehören unter anderem Tor Investment Management, Samena Capital und Nomura.
Der Schritt erfolgte, nachdem Verhandlungen über ein Umschuldungspaket gescheitert waren, woraufhin die Gläubiger einen Antrag auf Liquidation beim Obersten Gericht Singapurs stellten. Udaan gab an, dass diese Verfahren ausländische Stakeholder betreffen und die indischen Geschäftstätigkeiten des Unternehmens, wo es den Betrieb wie gewohnt fortsetzt, nicht wesentlich beeinträchtigen werden.
Udaan, das bereits Bewertungsrückgänge und erhebliche Verluste verzeichnete, ist auf der Suche nach neuer Finanzierung. Das Unternehmen verhandelt Berichten zufolge mit Goldman Sachs über eine Eigenkapitalrunde in Höhe von 150 bis 200 Millionen US-Dollar und mit BlackRock über eine Kreditfazilität in Höhe von 40 Millionen US-Dollar.
Gegründet im Jahr 2016, verbindet Udaan Einzelhändler mit Großhändlern und Marken über seinen Marktplatz und hat sein Geschäft auf Logistik und Finanzierung ausgeweitet. Die allgemeineren Herausforderungen im B2B-E-Commerce-Sektor Indiens haben das Unternehmen jedoch beeinträchtigt, wobei im letzten Geschäftsjahr ein Umsatzrückgang von 20 % im Jahresvergleich und ein Verlustrückgang von 37 % verzeichnet wurden.