Fehler im britischen Flugverkehrssystem führt zu über 2.000 Flugausfällen
Technische Probleme im britischen Flugverkehrskontrollsystem führten am Mittwoch zur Annullierung von über 2.000 Flügen und zu weitreichenden Verspätungen auf mehreren Flughäfen.

Fluggesellschaften kämpften am Mittwoch damit, eine erhebliche Rückstau zu bewältigen, der durch technische Probleme im britischen Flugverkehrskontrollsystem verursacht wurde. Dies führte zur Annullierung von über 2.000 Flügen und zu weitreichenden Verspätungen, die einen zweiten Tag andauerten.
Die Störungen betrafen 15 britische Flughäfen und wirkten sich international aus, während Fluggesellschaften und Flughäfen versuchten, die Folgen der gestrichenen und verspäteten Flüge zu bewältigen. Passagiere erlebten lange Wartezeiten, entweder gestrandet auf Rollfeldern oder in Terminals.
Fluggesellschaften äußerten erhebliche Frustration und forderten den Rücktritt von Martin Rolfe, dem Leiter von NATS (früher National Air Traffic Services), nach der zweiten größeren Panne in der Flugverkehrskontrolle innerhalb von drei Jahren. Rolfe entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, betonte jedoch das Engagement des Systems für Sicherheit.
Die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander traf sich am Mittwoch mit Rolfe und beauftragte ihn mit einer vollständigen Untersuchung und der Ableitung von Lehren innerhalb einer Woche. Die britische Regierung hält 49 % der Anteile an NATS und ist damit der größte Anteilseigner.
Während das ursprüngliche technische Problem am Dienstagnachmittag behoben wurde, ging der Prozess der Umbuchung von Passagieren und der Neupositionierung von Flugzeugen weiter. Reisende, wie der Cartoonist Charlie Adlard, erlitten erhebliche persönliche Beeinträchtigungen und finanzielle Verluste, da ihre Reisepläne durchkreuzt wurden.