Steuerjahr 2026/27 bringt regulatorische Änderungen für britische Unternehmen
Zum 6. April 2026 treten im Vereinigten Königreich neue Bestimmungen zur digitalen Steuererfassung und zur Entgeltfortzahlung in Kraft.

Das britische Steuerjahr 2026/27 startet mit weitreichenden Änderungen, die insbesondere kleine Unternehmen betreffen. Die wichtigste Neuerung ist die Einführung der digitalen Steuererfassung ('Making Tax Digital') für Einzelunternehmer und Vermieter mit einem Bruttoeinkommen von über 50 000 Pfund. Diese müssen ab April vierteljährliche Steuererklärungen über eine zertifizierte Software einreichen.
Parallel dazu wird die gesetzliche Lohnfortzahlung im Krankheitsfall grundlegend reformiert. Die bisherige dreitägige Wartefrist entfällt, wodurch Arbeitnehmer ab dem ersten Tag Anspruch auf Leistungen haben. Zudem wird die untere Einkommensgrenze für den Anspruch gestrichen, was die Zahl der berechtigten Arbeitnehmer um schätzungsweise 1,3 Millionen erhöht. Arbeitgeber sind angehalten, ihre Lohnbuchhaltung entsprechend anzupassen.
Das Maßnahmenpaket umfasst zudem Anpassungen beim Mindestlohn sowie dauerhafte Steuererleichterungen für Unternehmen im Einzelhandel, Gastgewerbe und Freizeitsektor. Experten raten dazu, sich frühzeitig mit den neuen digitalen Meldepflichten vertraut zu machen, um die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen zu gewährleisten.