Großbritannien setzt auf VR-Schulungen in der Pharmaproduktion
Das RESILIENCE-Programm im Vereinigten Königreich nutzt virtuelle Realität zur Ausbildung in der Arzneimittelherstellung. Ziel ist es, Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Das Vereinigte Königreich hat das RESILIENCE-Projekt gestartet, um dem Mangel an Fachkräften in der Pharmaindustrie durch den Einsatz von Virtual Reality (VR) für Schulungen zu begegnen. Das im April 2024 ins Leben gerufene Programm ermöglicht Berufseinsteigern und Studierenden das Üben von Herstellungsverfahren für Arzneimittel in einer virtuellen Umgebung.
RESILIENCE fungiert als Kompetenzzentrum für die Arzneimittelherstellung im Vereinigten Königreich und zielt darauf ab, die Life-Sciences-Branche zu stärken, insbesondere die Pharmaproduktion und Innovationen wie Gentherapien. Das Projekt will neue Talente fördern und schätzungsweise 150.000 neue Arbeitsplätze innerhalb der nächsten zehn Jahre schaffen.
Das Programm reagiert auf sich wandelnde Anforderungen, die durch neue Modalitäten wie biologische Arzneimittel sowie Zell- und Gentherapien entstehen und andere Fähigkeiten erfordern als die traditionelle Arzneimittelproduktion. Anstelle kostspieliger und umweltbelastender traditioneller Schulungsmethoden bieten VR-Simulationen eine praktikable und risikofreie Alternative.
Die VR-Schulung hat nachweislich das Selbstvertrauen und die Kompetenz neuer Mitarbeiter gestärkt. Frühe Teilnehmer berichten, sich vom ersten Tag an voll einsatzfähig gefühlt zu haben. Auch Universitätsstudenten empfinden VR-Schulungen als effektiver und vorteilhafter als herkömmliche Lehrmethoden, was zu verbesserten theoretischen und praktischen Fähigkeiten führt.