Britische Wasserverbände warnen vor Wasserbedarf durch Datacenter-Ausbau
Der britische Wasserwirtschaftsverband Water UK warnt die Regierung, dass die aktuelle Planung den steigenden Wasserbedarf durch den Ausbau von Rechenzentren nicht ausreichend berücksichtigt.

Der britische Wasserwirtschaftsverband Water UK hat die Regierung vor den steigenden Wasserbedarf durch den rasanten Ausbau von Rechenzentren gewarnt. Die Organisation bemängelt, dass die aktuellen politischen Vorgaben dem wachsenden Bedarf nicht ausreichend Rechnung tragen.
Derzeit verbrauchen britische Rechenzentren schätzungsweise 6,6 Millionen Liter Wasser pro Tag, was dem täglichen Bedarf von 20.000 Haushalten entspricht. Sollte sich die Anzahl der Rechenzentren in Zukunft verdreifachen, muss die Wasserversorgung des Landes das Äquivalent von 40.000 weiteren Haushalten decken.
Die Problematik spitzt sich zu, da der Spitzenwasserbedarf von Rechenzentren während heißer Sommermonate bis zu 14 Millionen Liter pro Tag erreichen kann. Berücksichtigt man dies und die Expansionsziele der Regierung, müsste Großbritannien bis 2030 täglich 42 Millionen Liter Wasser für Rechenzentren bereitstellen, was den Bau großer Wasserspeicheranlagen dringend erforderlich macht.
Water UK kritisiert zudem, dass Wasserversorger gezwungen werden, auf der Grundlage einer sinkenden zukünftigen Wassernachfrage zu planen. Diese Annahme ignoriert die Auswirkungen des schnellen Wachstums von Rechenzentren, angetrieben durch das Zeitalter der künstlichen Intelligenz.
Der Verband schlägt vor, dass die Regierung den Entwicklern von Rechenzentren den Bau neuer Wasserquellen erlauben sollte, um den zukünftigen Druck zu mindern. Gleichzeitig wird die Einführung strengerer Baustandards vorgeschlagen, die Unternehmen zu einem effizienteren Wassersparen anhalten sollen.