ZEV-Mandat in Großbritannien: Neue Regeln für den Automobilmarkt
Mit dem ZEV-Mandat verpflichtet Großbritannien Fahrzeughersteller zu jährlichen Quoten bei emissionsfreien Modellen, um bis 2035 den Verbrennungsmotor abzulösen.

Das seit 2024 geltende britische Mandat für emissionsfreie Fahrzeuge (ZEV) schreibt vor, dass ein wachsender Anteil der jährlichen Fahrzeugverkäufe rein elektrisch sein muss. Die Zielvorgaben für 2025 liegen bei 28 % für Pkw und 16 % für Lieferwagen. Dieser Prozentsatz steigt kontinuierlich an, bis im Jahr 2035 ausschließlich emissionsfreie Neufahrzeuge zugelassen werden dürfen.
Die Einhaltung der Quoten wird über ein Zertifikatssystem überwacht. Bei Nichterfüllung drohen Herstellern empfindliche Strafzahlungen von bis zu 12.000 Pfund pro Pkw und 18.000 Pfund pro Lieferwagen. Kleinserienhersteller mit weniger als 2.500 Einheiten pro Jahr sind bis 2029 von dieser Regelung ausgenommen; Schwerlasttransporter sind derzeit ebenfalls nicht betroffen.
Die Maßnahme soll einen signifikanten Beitrag zur Dekarbonisierung des britischen Verkehrssektors leisten, der aktuell für rund ein Viertel der nationalen Emissionen verantwortlich ist. Für Flottenbetreiber und Unternehmen bedeutet der regulatorische Druck eine zunehmende Verknappung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, was den Umstieg auf Elektroflotten zur strategischen Notwendigkeit macht.