UKAEA und Eni gründen Joint Venture für Fusionsenergiedienstleistungen
Die United Kingdom Atomic Energy Authority (UKAEA) und Eni haben ein neues britisches Joint Venture namens RH3OVA gegründet, das Beratungs- und Dienstleistungen für den Fusionsenergiesektor anbieten wird.

Die United Kingdom Atomic Energy Authority (UKAEA) und das italienische Energieunternehmen Eni haben RH3OVA gegründet, ein in Großbritannien registriertes Joint Venture zur Förderung der industriellen Entwicklung der Fusionsenergie. Das Unternehmen wird spezialisierte Beratungs- und operative Dienstleistungen für den globalen Fusionssektor anbieten.
RH3OVA wird sich auf Brennstoffkreislauftechnologien konzentrieren, die als entscheidend für die kommerzielle Rentabilität von Fusionskraftwerken gelten. Dies umfasst die sichere Produktion, Nutzung, Rückgewinnung und Wiederverwendung von Deuterium und Tritium, den Hauptbrennstoffen für die Fusion. Das Joint Venture zielt darauf ab, Projekte zur Fusionsentwicklung umfassend zu unterstützen, von anfänglichen Machbarkeitsstudien bis hin zu operativen Phasen.
Stephen Wheeler, Executive Director for Tritium Fuel Cycle bei UKAEA, erklärte, dass die umfangreiche Erfahrung Großbritanniens in der Tritiumtechnologie, die über Jahrzehnte der Forschung und des Betriebs des Joint European Torus gesammelt wurde, nun über Laborumgebungen hinaus skaliert werden müsse. „RH3OVA wird das wissenschaftliche und operative Wissen der UKAEA mit der groß angelegten industriellen Kapazität von Eni kombinieren“, sagte er.
Lorenzo Fiorillo, Director for Technology, Research and Development and Digital bei Eni, betonte, dass das Joint Venture einen weiteren Schritt in Enis Bemühungen darstellt, die industrielle Entwicklung der Fusionsenergie zu unterstützen. Die Initiative baut auf der bestehenden Zusammenarbeit zwischen UKAEA und Eni auf, einschließlich der Arbeit an der H3AT Tritium Loop Facility, und unterstützt strategische Ziele der britischen Fusionsstrategie.