Ukraine erwartet Wiederaufbauhilfen von über 10 Milliarden Euro
Die Ukraine erwartet auf einer Konferenz im polnischen Danzig mehr als 160 Vereinbarungen für den Wiederaufbau im Wert von über 10 Milliarden Euro. Die EU wird eine erste Tranche von 3,2 Milliarden Euro aus einem 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket überweisen.

Die Ukraine erwartet auf einer Konferenz im polnischen Danzig mehr als 160 Vereinbarungen für den Wiederaufbau des Landes im Wert von über zehn Milliarden Euro. Diese sollen in den kommenden zwei Tagen besiegelt werden, sagte die ukrainische Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf der Wiederaufbaukonferenz.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen teilte mit, dass am Donnerstag die erste Tranche über 3,2 Milliarden Euro aus dem 90 Milliarden Euro schweren Hilfskredit der Europäischen Union transferiert werden soll. Von den neuen EU-Finanzhilfen in Höhe von 90 Milliarden Euro sind 60 Milliarden für verteidigungsrelevante Ausgaben vorgesehen. Die Hälfte des Geldes soll bereits in diesem Jahr fließen – weitere 45 Milliarden könnten dann im kommenden Jahr folgen.
Im Zuge der Berichte über die Wiederaufbauhilfen gab es auch Äußerungen aus der Ukraine, die auf eine Bereitschaft zur Durchführung von Angriffen gegen russische Militäreinrichtungen hindeuten. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, die Ukraine könnte präventive Schläge gegen russische Militärbasen durchführen. Diese Aussagen haben international Besorgnis ausgelöst, wurden aber nicht offiziell bestätigt.
Russland meldete unterdessen die Abwehr von Drohnenangriffen über mehreren Regionen, darunter die Krim und die Region Krasnodar. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden 269 ukrainische Drohnen in der Nacht neutralisiert. Berichten zufolge führten Trümmerteile abgeschossener Drohnen zu Bränden in Öllagern in Krasnodar und anderen Orten, es gab jedoch keine offiziellen Meldungen über Opfer oder größere Schäden.